Symbolbild: Angst
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Angst im Kreativen Schreiben

Angst ist ein Gefühl der Beklemmung, ausgehend von einer tatsächlichen oder erwarteten Bedrohung. Hergeleitet vom Begriff der “Enge”. Sie gehört zu den stärksten Emotionen und ist damit Motor für unzählige Handlungsverläufe, nicht nur im Thriller, der von den verschiedenen Abstufungen der Angst lebt. Die Angst vor dem Alleinsein drängt uns in Beziehungen, von denen wir wissen, dass sie nicht gut für uns sind. Die Angst vor Veränderungen hält uns in Situationen, die uns belasten.

Angst – der emotionale Spannungsbogen

Wieder versuche ich einen Spannungsbogen von leichten Vorformen der Angst bis hin zur Todespanik zu skizzieren. Solche Bögen können helfen, um innerhalb einer Geschichte die Spannung zu steigern oder um z. B. verschiedene Schlüsselszenen zu definieren.

  • vorsichtig
  • unsicher
  • gespannt
  • gehemmt
  • verkrampft
  • zimperlich
  • scheu
  • schüchtern
  • besorgt
  • beunruhigt
  • zaudernd
  • widerstrebend
  • unwillig
  • abgeneigt
  • unbehaglich
  • unruhig
  • zögerlich
  • wachsam
  • misstrauisch
  • argwöhnisch
  • zweifelnd
  • aufgewühlt
  • bedroht
  • ausweichend
  • bange
  • angespannt
  • belastet
  • gestresst
  • rappelig
  • schreckhaft
  • nervös
  • ängstlich
  • erregt
  • verstört
  • durcheinander
  • verspannt
  • gereizt
  • ruhelos
  • eingeschüchtert
  • verschüchtert
  • erschrocken
  • furchtsam
  • entmutigt
  • abgeschreckt
  • abwehrend
  • paranoid
  • phobisch
  • erschüttert
  • verzweifelt
  • entsetzt
  • bestürzt
  • entgeistert
  • schockiert
  • panisch
  • erstarrt
  • versteinert

Formen des Angstverhaltens

Der Wagnisforscher Siegbert A. Warwitz unterscheidet acht Arten, mit seiner Angst umzugehen (zitiert nach Wikipedia):

  • Das Vermeidungsverhalten versucht, Angst induzierenden Ereignissen, Räumen oder Personen möglichst auszuweichen.
  • Das Bagatellisierungsverhalten ist bestrebt, die als peinlich erlebten Angstgefühle vor sich und anderen herunterzuspielen.
  • Das Verdrängungsverhalten versucht, der gestellten Aufgabe hinderliche Angstgefühle zu unterdrücken oder wegzuschieben.
  • Das Leugnungsverhalten blendet Anzeichen von Angst aus dem Bewusstsein aus oder versteckt die als Schwäche empfundenen Angstgefühle vor anderen.
  • Das Übertreibungsverhalten wiederholt und überzieht Sicherheitsvorkehrungen zur Beruhigung der angespannten Gefühlslage.
  • Das Generalisierungsverhalten folgt dem Denkschema von Ängsten als „normaler“ Erscheinung, um sich aus einer erlebten Sonderstellung zu befreien. (“Jeder hat doch Angst”)
  • Das Bewältigungsverhalten bemüht sich um ein realitätsgerechtes Maß an Angst und um ein „funktionierendes Angstgewissen“.
  • Das Heroisierungsverhalten nimmt die emotionale Befindlichkeit der Angst an, sucht sie sogar und empfindet dabei ein gewisses Heldentum.

Innere Zeichen

Ebenfalls bei Wikipedia fand ich eine schöne Liste innerer Anzeichen für Angst:

  • Erhöhte Aufmerksamkeit, Pupillen weiten sich, Seh- und Hörnerven werden empfindlicher
  • Erhöhte Muskelanspannung, erhöhte Reaktionsgeschwindigkeit
  • Erhöhte Herzfrequenz, erhöhter Blutdruck
  • Flachere und schnellere Atmung
  • Energiebereitstellung in Muskeln
  • Körperliche Reaktionen wie zum Beispiel Schwitzen, Zittern und Schwindelgefühl
  • Blasen-, Darm- und Magentätigkeit werden während des Zustands der Angst gehemmt.
  • Übelkeit und Atemnot treten in manchen Fällen ebenfalls auf.
  • Absonderung von Molekülen im Schweiß, die andere Menschen Angst riechen lassen und bei diesen unterbewusst Alarmbereitschaft auslösen.

 

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