Archiv der Kategorie: Emotionen

Wie entwickeln sich Emotionen? Wie fühlen sie sich an? Was passiert mit unserem Körper? Wie erkennen wir sie bei anderen? Wie beschreiben andere Autoren sie?

Emotionen – die Triebfeder hinter jeder Handlung

Lecter: Was tut er, dieser Mann, den Sie suchen?
Clarice: Er tötet Frauen.
Lecter: Nein, das ist nebensächlich. Was ist das Vordringliche bei all seinem Tun? Die Frage ist, welche Bedürfnisse er durch Töten befriedigt.
Clarice: Abreaktion der Wut … Versuch gesellschaftlicher Anerkennung. .. und Überwindung sexueller Frustration.

(Ted Tally: Das Schweigen der Lämmer)

Triebfeder Emotionen

Alle Handlungen lassen sich auf Emotionen zurückführen. Emotionen sind unsere Triebfeder. Wir tun Dinge, um unseren Emotionen ein Ventil zu geben. Oder um unsere Bedürfnisse zu befriedigen. Immer steht dahinter der Wunsch: Wir wollen uns besser fühlen, gut fühlen.

Wenn wir im Creative Writing eine Person handeln lassen, wird die grundlegende Frage immer sein: Aus welchen Emotionen heraus handelt sie? Wir brauchen dieses Wissen, um den Protagonisten zu verstehen. Um ihn glaubhaft zu gestalten.

Handlung versus Emotion

Reicht es nicht zu zeigen, wie der Protagonist handelt? Nein. Weil Leser ein emotionales Erlebnis suchen. Werden sie nur mit den Fakten der Handlung konfrontiert, rauscht das Geschehen an ihnen vorbei. Emotionen sind universell. Jeder kennt sie. Jeder hat sie erfahren. Jeder kann sich identifizieren. Und je stärker sich ein Leser identifiziert, desto stärker wirkt das Buch auf ihn.

So wie es Hannibal Lecter in Das Schweigen der Lämmer beschreibt. Die allerwenigsten Leser sind Massenmörder. Aber jeder kennt das Gefühl der Wut, die Suche nach Akzeptanz oder das Gefühl der Frustration. Das Unmenschliche wird auf das Menschliche runtergebrochen. Und auf diese Weise nachvollziehbar.

Gerade hier setzt die Kunst an. Wie machen wir diese Gefühle erlebbar? Wie beschreiben wir das wirre Gefühl in uns?

Emotionen nachvollziehbar machen

Um eine Emotion nachvollziehbar zu machen, bedarf es vor allem eines klar nachvollziehbaren Ausgangsimpulses. Die körperlichen und körpersprachlichen Reaktionen unserer Protagonisten bleiben ohne adäquate Impulse melodramatisch. Ich erinnere mich an eine Autorin von Regionalkrimis, die gut in der Lage ist, die emotionalen Reaktionen ihrer Protagonisten zu beschreiben, die jedoch immer wieder beim Lesen das Gefühl hinterlässt, diese Reaktionen seien völlig überzogen. Unter dieser Diskrepanz zwischen Ausgangsimpuls und beschriebener emotionaler Reaktion leidet das Leseerlebnis enorm.

Andererseits fallen mir Autorinnen wie Elle Kennedy (The Deal – Reine Verhandlungssache) ein, die relativ sparsam mit körperlichen Beschreibungen von Emotionen umgeht, die aber wunderbar in der Lage ist, Situationen zu konstruieren, die von den Protagonisten – und den Lesern – starke Emotionen abverlangen. Hier bedarf es nur der Andeutung von Reaktionen, da der Leser das gewünschte Gefühl ja selbst erlebt.

Der Schluss liegt nahe, dass es einen großen Unterschied beim Lesen macht, ob ich Emotionen lediglich geschildert bekomme, oder ob ich sie selbst beim Lesen empfinde.

Übung

Mein Tipp für den Anfang: Achtet beim Lesen auf eure Emotionen. Schaut, worauf ihr reagiert. Und prüft dann, was diese Reaktion ausgelöst hat. Selten wird dies allein eine Beschreibung der emotionalen Reaktion der Protagonisten gewesen sein. Diese kann verstärkend wirken, wird aber kaum allein ausschlaggebend für eure Reaktion sein. Eine spannende Entdeckungsreise wartet auf euch: Ran an eure Lieblingsbücher!

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Angst im Kreativen Schreiben

Definition: Angst

Angst ist ein Gefühl der Beklemmung, ausgehend von einer tatsächlichen oder erwarteten Bedrohung. Hergeleitet vom Begriff der „Enge“.

Angst – der emotionale Spannungsbogen

Wieder versuche ich einen Spannungsbogen von leichten Vorformen der Angst bis hin zur Todespanik zu skizzieren. Solche Bögen können helfen, um innerhalb einer Geschichte die Spannung zu steigern oder um z. B. verschiedene Schlüsselszenen zu definieren.

  • vorsichtig
  • unsicher
  • gespannt
  • gehemmt
  • verkrampft
  • zimperlich
  • scheu
  • schüchtern
  • besorgt
  • beunruhigt
  • zaudernd
  • widerstrebend
  • unwillig
  • abgeneigt
  • unbehaglich
  • unruhig
  • zögerlich
  • wachsam
  • misstrauisch
  • argwöhnisch
  • zweifelnd
  • aufgewühlt
  • bedroht
  • ausweichend
  • bange
  • angespannt
  • belastet
  • gestresst
  • rappelig
  • schreckhaft
  • nervös
  • ängstlich
  • erregt
  • verstört
  • durcheinander
  • verspannt
  • gereizt
  • ruhelos
  • eingeschüchtert
  • verschüchtert
  • erschrocken
  • furchtsam
  • entmutigt
  • abgeschreckt
  • abwehrend
  • paranoid
  • phobisch
  • erschüttert
  • verzweifelt
  • entsetzt
  • bestürzt
  • entgeistert
  • schockiert
  • panisch
  • erstarrt
  • versteinert

Formen des Angstverhaltens

Der Wagnisforscher Siegbert A. Warwitz unterscheidet acht Arten, mit seiner Angst umzugehen (zitiert nach Wikipedia):

  • Das Vermeidungsverhalten versucht, Angst induzierenden Ereignissen, Räumen oder Personen möglichst auszuweichen.
  • Das Bagatellisierungsverhalten ist bestrebt, die als peinlich erlebten Angstgefühle vor sich und anderen herunterzuspielen.
  • Das Verdrängungsverhalten versucht, der gestellten Aufgabe hinderliche Angstgefühle zu unterdrücken oder wegzuschieben.
  • Das Leugnungsverhalten blendet Anzeichen von Angst aus dem Bewusstsein aus oder versteckt die als Schwäche empfundenen Angstgefühle vor anderen.
  • Das Übertreibungsverhalten wiederholt und überzieht Sicherheitsvorkehrungen zur Beruhigung der angespannten Gefühlslage.
  • Das Generalisierungsverhalten folgt dem Denkschema von Ängsten als „normaler“ Erscheinung, um sich aus einer erlebten Sonderstellung zu befreien. („Jeder hat doch Angst“)
  • Das Bewältigungsverhalten bemüht sich um ein realitätsgerechtes Maß an Angst und um ein „funktionierendes Angstgewissen“.
  • Das Heroisierungsverhalten nimmt die emotionale Befindlichkeit der Angst an, sucht sie sogar und empfindet dabei ein gewisses Heldentum.

Innere Zeichen

Ebenfalls bei Wikipedia fand ich eine schöne Liste innerer Anzeichen für Angst:

  • Erhöhte Aufmerksamkeit, Pupillen weiten sich, Seh- und Hörnerven werden empfindlicher
  • Erhöhte Muskelanspannung, erhöhte Reaktionsgeschwindigkeit
  • Erhöhte Herzfrequenz, erhöhter Blutdruck
  • Flachere und schnellere Atmung
  • Energiebereitstellung in Muskeln
  • Körperliche Reaktionen wie zum Beispiel Schwitzen, Zittern und Schwindelgefühl
  • Blasen-, Darm- und Magentätigkeit werden während des Zustands der Angst gehemmt.
  • Übelkeit und Atemnot treten in manchen Fällen ebenfalls auf.
  • Absonderung von Molekülen im Schweiß, die andere Menschen Angst riechen lassen und bei diesen unterbewusst Alarmbereitschaft auslösen.

 

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Ein kritischer Zwischenbericht

Bin unzufrieden mit dem Ergebnis von gestern. Die Idee, hier einen Ideenpool zum Thema Emotionen anzulegen, gefällt mir nach wie vor. Aber mit meinem gestrigen Post sind mehr Fragen aufgetaucht, als ich beantworten konnte.

So ist es unsinnig und rechtlich ohnehin fragwürdig, Definitionen von anderen Lexika zu übernehmen. Sandra und mir bliebe also nur die Möglichkeit der Verlinkung – was aber sehr unübersichtlich wirkt und doch wieder die Klickorgie nötig macht, die ich eigentlich gern vermeiden wollte. Hier wäre täglich ein solches Maß an Arbeit notwendig, dass es die Zeit, die wir uns für den Blog nehmen können, weit übersteigt.

Der emotionale Spannungsbogen wirkt bei näherer Betrachtung auf uns beide äußerst inkoherent. Zum Teil besteht unsere Liste aus Attributen, die für sich schon wieder ins Glossar gehören, zum Teil aus Verben, also Handlungsimpulsen. Das erscheint wirr und gehört aufgedröselt. Aber was ist das passende Attribut für eine Obsession? Oder fürs Stalken?

Die Idee, in der Literatur zu schauen, wie andere Autoren den Zustand der Neugier beschreiben, gefällt uns noch mit am besten. Aber mir fehlt hier der wissenschaftliche Hintergrund: Warum richtet sich jemand auf, wenn er neugierig wird? Ich merke, ich brauche dringend ein gutes Buch zum Thema Körpersprache. Vielleicht sogar mehrere. Aber wo anfangen zu suchen? Habt ihr einen Tipp für uns?

Noch schlimmer ist es bei den inneren Anzeichen für Emotionen. Hier betreten wir den Bereich der Biochemie – ein Feld, von dem weder Sandra noch ich die geringste Ahnung haben. Woher kommt das Kribbeln im Bauch? Warum hält jemand den Atem an? Oder wird rot?

Die Idee, mal eben jeden Tag eine weitere Emotion abzuhandeln, hat sich in dieser Form jedenfalls schnell als undurchführbar erwiesen. Unser aktueller Plan sieht so aus: Wir werden in den nächsten Tagen und Wochen nach und nach die Blogseiten für die Emotionen auf unserer Liste anlegen. Über das Glossar Emotionen sind diese Seiten leicht zu finden. So bleibt die Übersichtlichkeit gewahrt.

Wir werden uns schwerpunktmäßig weiterhin mit Emotionen beschäftigen und immer dann, wenn wir einen neuen Impuls, ein gutes Beispiel aus der Belletristik oder der Fachliteratur finden, unsere Einträge erweitern. So bleibt diese Homepage ein Work in Progress – ursprünglich war das ja von uns auch so angedacht, auch wenn es sich zwischenzeitlich ein wenig anders entwickelt hat.

Wenn ihr Ideen oder Tipps für uns habt, uns Beispiele aus euren Texten zur Verfügung stellen (und dadurch ein wenig für eure Veröffentlichungen werben) wollt oder im Netz zu einem Thema einen lesenswerten Artikel gefunden habt und uns zeigen wollt, freuen wir uns. Nutzt einfach den ButtonHinterlasse einen Kommentar“ direkt unter der Überschrift eines jeden Beitrags.

 

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Neugier im Creative Writing

Definition der Neugier

Neugier, die Gier, etw. Neues, Unbekanntes, meist die Angelegenheiten anderer Betreffendes, zu erfahren.

vgl. Duden
vgl. DWDS

Neugier – der emotionale Spannungsbogen

Emotionen stehen nicht im luftleeren Raum. Sie entwickeln sich, sie steigern sich oder flauen ab. In dieser Wolke habe ich die Gefühle im Kontext der Neugier zu wichten versucht, subjektiv wie immer. Die Idee dahinter ist, zu schauen, wie sich ein emotionaler Spannungsbogen zum Thema Neugier entwickeln lassen könnte. Wie könnten die Emotionen sich verstärken, wie eskalieren? Die Bandbreite reicht vom latenten Interesse hin zur Obsession.

  • Interessiert sein
  • Sich mit etwas beschäftigen
  • Sich über etwas Gedanken machen
  • Ewas wissen wollen
  • Sich in etwas vertiefen
  • Erstaunt sein
  • Gespannt sein
  • Skeptisch sein
  • Beeindruckt sein
  • Angeregt sein
  • Beteiligt sein
  • Forschen/Untersuchen/Sich erkundigen
  • Begeistert sein
  • Fasziniert sein
  • Aufgesogen/absorbiert sein
  • Versunken/vertieft sein
  • Fasziniert sein
  • Verblüfft/Verdutzt sein
  • Ausfragen/Verhören
  • Wissensdurstig sein
  • Herumschnüffeln
  • Etwas durchdringen/prüfen
  • Wissbegierig sein
  • Sich einmischen
  • Spionieren
  • Stalken
  • Besessen sein

Auslösereiz für Neugier

Nach D. E. Berlyne: Konflikt, Erregung und Neugier – Zur Psychologie der kognitiven Motivation gibt es vier mögliche situative Bedingungen für Neugier:

  • Neuartigkeit
  • Komplexität
  • Ungewissheit
  • Konflikt

Äußere Zeichen – Beispiele aus der Literatur

Anabel legte ihren Kopf schief und sah mich neugierig an.

(Kerstin Gier: Silber – Das dritte Buch der Träume)

Ramirez hob eine Augenbraue, neugierig, wie ich diesen Satz wohl zu Ende bringen würde.

(Gemma Halliday: Mörderjagd auf High Heels)

Korber richtete sich jetzt neugierig im Bett auf.

(Hermann Bauer: Karambolage: Ein Wiener Kaffeehauskrimi)

Eine grünäugige, schwarzhaarige Amazone neigte ihren Kopf und lächelte neugierig.

(Nora Roberts: Die Frauen der Calhouns – 3. Lilah)

Innere Zeichen – Beispiele aus der Literatur

Es war soweit, dachte Caitriona und hielt einen Augenblick den Atem an, als er nackt neben dem Bett stand. Sie konnte ihre Neugierde nicht zügeln und ließ ihren Blick hastig über seinen Körper gleiten.

(Annika Dick: Die stolze Braut des Highlanders)

Diese Listen werden mit Sicherheit an Umfang zunehmen. Falls ihr noch Beispiele aus eurer aktuellen Lektüre – oder den eigenen Veröffentlichungen – habt, um diese Seite mit weiteren Beispielen aufzufüllen, hinterlasst gern einen Kommentar unter diesem Blogbeitrag.

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Emotionen – Liste – Glossar

Ursprünglich wollte ich die verschiedenen Emotionen direkt in der Linkliste links aufführen. Das hätte verschiedene Vorteile: Die einzelnen Gefühle würden leichter gefunden, sie würden sich automatisch alphabetisch sortieren und ich könnte, wenn ein neuer Beitrag dazukommt, sofort in der richtigen Kategorie posten, ohne mir viel Gedanken zu machen.

Die Sache hat nur einen gravierenden Nachteil. Die Linkliste würde irre lang werden und der Überblick über die anderen Themengebiete ginge verloren.  Zumal für diejenigen, die per Smartphone auf diesen Blog zugreifen. Ich habe mich deswegen dafür entschieden, an dieser Stelle ein Glossar aufzumachen. Sobald ich zu einer bestimmten Emotion etwas geschrieben habe, verlinke ich es in diesem Glossar. Ihr könnt es dann daran erkennen, dass der Begriff in grün erscheint und nicht mehr schwarz ist.

So ist ein Rest von Übersichtlichkeit gewahrt und ihr habt eine zentrale Anlaufstelle, wenn ihr zu einem bestimmten Gefühl Hintergrundinfos sucht.

Hier also die derzeit etwa 300 Worte umfassende Liste, die je nach Bedarf auch von uns erweitert wird:

  • Abneigung
  • Abgespanntheit
  • Abscheu
  • Abwehr
  • Abwesenheit
  • Aggressivität
  • Ahnungslosigkeit
  • Alarmbereitschaft
  • Albernheit
  • Allein
  • Ambivalenz
  • Angst
  • Anspannung
  • Antriebsschwäche
  • Apathie
  • Ärger
  • Argwohn
  • Aroganz
  • Atemlosigkeit
  • Aufregung
  • Ausgeglichenheit
  • Ausgelassenheit
  • Bedrängung
  • Bedrückung
  • Befreitheit
  • Befriedigung
  • Begeisterung
  • Begierde
  • Behaglichkeit
  • Beklommenheit
  • Bekümmertheit
  • Belastung
  • Belebung
  • Belustigung
  • Berührung
  • Bestürzung
  • Betroffenheit
  • Betrübtheit
  • Beunruhigung
  • Bewegung
  • Bewegungslosigkeit
  • Bewunderung
  • Bezauberung
  • Billigung
  • Bitterkeit
  • Blockade
  • Dankbarkeit
  • Depression
  • Deprimiertheit
  • Desinteresse
  • Distanz
  • Drang
  • Druck
  • Dumpfheit
  • Durst
  • Düsternheit
  • Eifersucht
  • Einsamkeit
  • Ekel
  • Elend
  • Empfindlichkeit
  • Empörung
  • Energie
  • Engagement
  • Enge
  • Enthusiasmus
  • Entlastung
  • Entmutigung
  • Entrüstung
  • Entschiedenheit
  • Entschlossenheit
  • Entsetzen
  • Entspanntheit
  • Enttäuschung
  • Entzückung
  • Erfüllung
  • Ergriffenheit
  • Erheiterung
  • Erleichterung
  • Ermüdung
  • Ermunterung
  • Ermutigung
  • Ernüchterung
  • Erregung
  • Erschöpfung
  • Erschrecken
  • Erschütterung
  • Erstarrung
  • Erstaunen
  • Erwartung
  • Fassung
  • Fassungslosigkeit
  • Faszination
  • Faulheit
  • Feinsinnigkeit
  • Freiheit
  • Freude
  • Freudlosigkeit
  • Friede
  • Frische
  • Frohsinn
  • Frustration
  • Furcht
  • Fürsorge
  • Gebanntheit
  • Geborgenheit
  • Gedankenlosigkeit
  • Geduld
  • Gefangenheit
  • Geistesabwesenheit
  • Gelassenheit
  • Gelöstheit
  • Gemütlichkeit
  • Genervtheit
  • Genusslosigkeit
  • Gereiztheit
  • Gerührtsein
  • Gleichgültigkeit
  • Glück
  • Güte
  • Härte
  • Hass
  • Heiterkeit
  • Hektik
  • Hemmung
  • Hilflosigkeit
  • Hoffnung
  • Hunger
  • Inspiration
  • Instabilität
  • Interesse
  • Interessenlosigkeit
  • Introvertiertheit
  • Irritation
  • Jammer
  • Kälte
  • Klarheit
  • Konflikt
  • Konfusion
  • Kraft
  • Kraftlosigkeit
  • Kribbeln
  • Kühle
  • Kummer
  • Labilität
  • Lahmheit
  • Lähmung
  • Langeweile
  • Laschheit
  • Lebhaftigkeit
  • Leblosigkeit
  • Leere
  • Leichtigkeit
  • Leid
  • Lethargie
  • Liebe
  • Lieblosigkeit
  • Lockerheit
  • Lüsternheit
  • Mattigkeit
  • Melancholie
  • Missmut
  • Misstrauen
  • Mitfreude
  • Mitleid
  • Motivation
  • Müdigkeit
  • Munterheit
  • Mut
  • Nachdenklichkeit
  • Neid
  • Nervosität
  • Neugier
  • Niedergeschlagenheit
  • Offenheit
  • Ohnmacht
  • Optimismus
  • Orientierungslosigkeit
  • Panik
  • Passivität
  • Peinlichkeit
  • Perplexität
  • Pessimismus
  • Phlegma
  • Qual
  • Raserei
  • Ratlosigkeit
  • Rausch
  • Resignation
  • Respekt
  • Ruhe
  • Ruhelosigkeit
  • Sättigung
  • Schadenfreude
  • Scham
  • Scheu
  • Schlaffheit
  • Schläfrigkeit
  • Schlappheit
  • Schlechtigkeit
  • Schmerz
  • Schock
  • Schrecken
  • Schüchternheit
  • Schutzlosigkeit
  • Schwäche
  • Schwere
  • Schwermut
  • Schwung
  • Schwunglosigkeit
  • Sehnsucht
  • Selbstsicherheit
  • Selbstzufriedenheit
  • Seligkeit
  • Sensibilität
  • Sentimentalität
  • Sicherheit
  • Skepsis
  • Sorge
  • Sorge
  • Sorgenfreiheit
  • Spannung
  • Starrsinn
  • Stille
  • Stolz
  • Strapaze
  • Streitlus
  • Stress
  • Tapferkeit
  • Tatkraft
  • Teilnahmslosigkeit
  • Träge
  • Trauer
  • Trostlosigkeit
  • Trotz
  • Trübsinn
  • Überdruss
  • Überforderung
  • Überlastung
  • Übermut
  • Überraschung
  • Überschwang
  • Überwältigung
  • Überzeugung
  • Unbehagen
  • Unbekümmertheit
  • Unbequemheit
  • Unbeschwertheit
  • Unentschlossenheit
  • Ungeduld
  • Unglück
  • Unklarheit
  • Unnahbarkeit
  • Unruhe
  • Unsicherheit
  • Unwille
  • Unwohlsein
  • Unzufriedenheit
  • Verachtung
  • Verblüffung
  • Vergnügen
  • Verkrampfung
  • Verlegenheit
  • Verletzlichkeit
  • Verliebtsein
  • Verlorensein
  • Verrücktheit
  • Verschlafensein
  • Verschlossenheit
  • Verspannung
  • Verspieltheit
  • Verstimmtheit
  • Verstörtheit
  • Vertrauen
  • Verunsicherung
  • Verwirrung
  • Verwunderung
  • Verzagtheit
  • Verzauberung
  • Verzückung
  • Verzweiflung
  • Vorfreude
  • Wachheit
  • Warmherzigkeit
  • Widerstreben
  • Widerwille
  • Wohlsein
  • Wortkargheit
  • Wut
  • Zärtlichkeit
  • Zerknirschtheit
  • Zerrissenheit
  • Zerstreutheit
  • Ziellosigkeit
  • Zorn
  • Zufriedenheit
  • Zuneigung
  • Zurückgezogenheit
  • Zutrauen
  • Zwiespalt
  • Zynismus
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Emotionen – das Gerüst jeder Story

Sky aus Colleen Hoovers Roman Hope Forever ist traumatisiert. Sie lässt Jungs an sich rummachen, fühlt aber rein gar nichts dabei. Sie lebt ihr Leben wie eine normale 17jährige, aber als sie sich in Holder verliebt und schließlich mit ihm schlafen will, bricht sie weinend zusammen, übermannt von ihren eigenen Emotionen. Sie weiß schon im Vorfeld, dass er ihr wehtun wird. Dass es nicht schön wird. Und das, obwohl sie bei ihm zum ersten Mal überhaupt dieses Knistern empfindet, das für sie zur Liebe dazugehört.

Hannah Wells aus Elle Kennedys The Deal – Reine Verhandlungssache macht von Anfang an klar: Sie ist Überlebende einer Vergewaltigung. Die Geschichte in ihrem ganzen unfassbaren Ausmaß wird aber erst im Laufe des Romans klar. Genauso, wie sich erst im Laufe der Zeit herauskristallisiert, dass auch Garrett Graham, die zweite Hauptperson, einen ganzen Packen an Mist hinter sich hat. Wieder sind es die ganz großen Emotionen, mit denen die beiden im Laufe des Romans konfrontiert werden.

Und dann ist da Summer Johnson, vielleicht die eindrucksvollste Gestalt in den Neuerscheinungen des „New Adult“ 2015. Sie hat nur eventuell nur noch kurz zu leben, abhängig vom Ausgang einer schwierigen Operation, die ihr bevorsteht. Und sie beschließt, dieses Leben voll auszukosten, Minute für Minute. Selten habe ich von so vielen Leserrezensenten gehört, sie hätten beim Lesen hemmungslos geheult, hätten aber trotzdem nicht aufhören können mit ihrer Lektüre. Seth Kings „The Summer Remains“ ist das nächste Buch auf meinem SUB. Und ich ahne, es wird die ganz große Neuentdeckung, auch wenn das Buch im Augenblick nur als Geheimtipp gehandelt wird und ein deutscher Verlag anscheinend noch nicht angebissen hat.

Worauf ich hinaus will: Bei den Büchern der letzten Zeit wurde mir klar, dass die Autoren mit Gefühlen nicht sparsam umgehen. Das passt zu dem, was ich kürzlich bei Karl Iglesias in „Writing for Emotional Impact“ gelesen habe: Die meisten Leser suchen vor allem eine emotionale Erfahrung. Sie wollen teilhaben an einem emotionalen Spannungsbogen und wollen in der Lektüre die Achterbahn der Gefühle bereisen, sich durchschütteln lassen, abstürzen und wieder in die Höhe geschnellt werden.

Grund genug, mich in den nächsten Tagen und Wochen mehr mit dem Thema zu beschäftigen: Wie entwickeln wir glaubwürdige Gefühle (im Creative Writing)? Wie fühlen sie sich aus Sicht der Protagonisten an? Wie wirken sie auf andere? Wie gelingt ein emotionaler Spannungsbogen?

Ich bin gespannt auf das, was auf mich zukommt. Und ihr?
Liebe Grüße,
Sandra

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