Der Jahresanfang ist die Hochsaison der guten Vorsätze. Auch beim Schreiben. Viele nehmen sich vor, ab jetzt jeden Tag eine bestimmte Wortzahl zu schaffen. 500. 1000. 2000. Die Zahl wirkt klar, messbar, motivierend. Und sie hat einen charmanten Nebeneffekt: Solange du planst, fühlt es sich schon nach Schreiben an. Was in dieser Euphorie oft untergeht, … Neues Jahr, neuer Mut – Mit emotionaler Stärke ins Jahr 2026 weiterlesen →
Gerüche nehmen im Kopf eine Abkürzung. Sie landen nicht erst in der “Vernunft”, sondern direkt im Gefühl. Darum kann ein Hauch von Shampoo dich innerhalb einer Sekunde in ein anderes Jahr werfen. Und darum kann ein Duft Begehren wecken, bevor eine Figur überhaupt weiß, warum. Fürs Schreiben ist das ein stilles, aber extrem wirksames Werkzeug: … Warum Gerüche so schnell unter die Haut gehen weiterlesen →
Die meisten Frauen lernen früh, ihren Körper zu bedecken. Nicht, weil sie das Bedürfnis danach verspüren, sondern weil ihnen Scham beigebracht wird. Bestimmte Körperpartien gelten als privat, andere als öffentlich, und schon früh entsteht eine innere Kontrollinstanz, die überwacht, welche Haut „noch vertretbar“ ist und welche bereits als Grenzverletzung gilt. Nacktheit wird dadurch zu einem … Die Innenwelt der Entblößung – Warum weibliche Nacktheit in Geschichten so viel erzählt weiterlesen →
Erotische Szenen sind oft überfüllt: mit Dialogen, Geräuschen, Worten, die Erregung „beweisen“ sollen. Doch wahre Spannung entsteht selten aus dem, was gesagt wird – sondern aus dem, was unausgesprochen bleibt. Schweigen ist kein Mangel an Kommunikation, sondern ihre verdichtete Form. In der Stille liegt Raum für Wahrnehmung: Haut, Atem, Bewegung. Wenn die Figuren nicht mehr … Die Erotik der Stille – was Schweigen in einer Sexszene erzählt weiterlesen →
Erotische Vorlieben erscheinen oft spontan: ein bestimmtes Kleidungsstück, eine Stimme, eine Berührung an einer bestimmten Stelle. Viele Menschen glauben, solche Vorlieben seien „angeboren“ – ein festes Muster, das eben so ist. Die psychologische Forschung zeigt ein komplexeres Bild.Lust ist selten ein reines Naturphänomen. Sie entwickelt sich in einem Zusammenspiel aus frühen Erfahrungen, familiären Botschaften, sozialen … Konditionierte Lust – Wie Erziehung unsere erotischen Vorlieben prägt weiterlesen →
Nackte Beine gelten oft als etwas Alltägliches – schließlich sieht man sie im Sommer überall. Doch in erotischer Literatur besitzen Beine eine Erzählkraft, die andere Körperregionen selten erreichen. Ein nackter Arm ist eine reine Tatsachenbeschreibung, ein nackter Rücken wirkt ästhetisch, ein nackter Bauch vielleicht intim. Aber wenn Beine sichtbar werden, besonders in unerwarteten Momenten, erzählen … Warum nackte Beine mehr erzählen als nackte Haut sonst weiterlesen →
Niemand sieht sich, wie er wirklich ist. Jede Wahrnehmung des eigenen Körpers ist gefiltert – durch Erinnerungen, durch Kommentare, durch Vergleiche. In der erotischen Literatur ist das besonders spürbar: Figuren erleben ihren Körper nie neutral. Selbst wenn sie allein sind, tragen sie den Blick der anderen in sich. Eine Figur, die sich für schön hält, … Selbstbild und Fremdbild – Wie Menschen ihre eigene Attraktivität wahrnehmen weiterlesen →
Sandra Manthers neuer Kurzroman „Ausgesetzt“ wirft den Leser mitten hinein in eine Nacht, die zwölf junge Frauen nie vergessen werden: Barfuß und nur mit einem halb durchsichtigen Nachthemden bekleidet, werden sie in einem abgelegenen Waldstück ausgesetzt – eine „Prüfung“, die über ihre Aufnahme in die angesehene Sorority Gamma Xi Delta entscheiden soll. Die Luft ist … Ausgesetzt: Macht, Demütigung und das dunkle Herz des Greek Life weiterlesen →
Dominante Beziehungen faszinieren, weil sie das Paradox der Erotik auf die Spitze treiben: Wer sich unterwirft, sucht nicht Schwäche, sondern Intensität. Wer dominiert, sucht nicht Gewalt, sondern Resonanz. In keiner anderen erotischen Dynamik liegen Vertrauen und Kontrolle so dicht beieinander. Macht ist hier kein starres System, sondern ein emotionales Austauschverhältnis: Der eine führt nur, weil … Lust und Macht – Psychologische Dynamiken in dominanten Beziehungen weiterlesen →
Ein Gespräch mit Sandra Manther über Körper, Scham und weibliche Sexualität Mit ihrem literarisch-erotischen Kurzroman „Schleim“ wagt sich Sandra Manther an ein Thema, das in der Darstellung weiblicher Sexualität selten Platz findet: die körperliche Abwehr, das Unbehagen, das Schweigen. Ihr Text ist keine glatte Fantasie – sondern eine Erkundung zwischen Lust und Ekel, zwischen Berührung … „Lust hat nichts mit Perfektion zu tun.“ weiterlesen →