Archiv der Kategorie: Körper

Gerade Anfänger benutzen in der erotischen Beschreibung von Körpern gern Qualifier. Die Protagonistin hat “einen tollen Körper”, “wunderschöne Brüste” etc. Dabei haben diese Qualifier null Informationswert und sind nicht in der Lage, lebhafte Bilder beim Lesen entstehen zu lassen. In dieser Kategorie wollen wir überlegen, wie es anders gehen kann.

Zöpfe, Dutts und Locken: Frisuren als erotische Metaphern

Haare sind mehr als bloße Keratinfasern – sie sind kulturelle Signale, psychologische Projektionsflächen und im literarischen Kontext kraftvolle erotische Symbole. In der erotischen Literatur fungieren Frisuren als vielseitige Metaphern, die weit über die reine Ästhetik hinausgehen und tiefe psychologische Resonanzen erzeugen. Die Psychologie hinter der Haarsymbolik Die menschliche Fixierung auf Haar hat evolutionsbiologische Wurzeln. Volles, … Zöpfe, Dutts und Locken: Frisuren als erotische Metaphern weiterlesen

Begehren ist keine Normtabelle

Weg vom “trotzdem attraktiv” Der häufigste Fehler bei Body Diversity in erotischer Prosa ist nicht fehlende Absicht, sondern der Ton. Sobald der Text klingt, als müsse er etwas “retten”, kippt die Erotik. “Sie ist nicht schlank, aber …” ist keine Beobachtung, sondern ein Urteil mit angehängter Entschuldigung. Genau da entsteht dieser “Inklusions”-Sound, den du vermeiden … Begehren ist keine Normtabelle weiterlesen

Po: Formen, Einfluss, Sprache – und wie die Literatur ihn beschreibt

Ob wir ihn lieben, trainieren oder einfach akzeptieren: Das Gesäß ist nicht nur ein funktionaler Körperteil, sondern auch ein Symbol für Schönheit, Stärke und Individualität. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die verschiedenen Po-Formen, wie du die Form deines Pos durch Lebensstiländerungen beeinflussen kannst und wie er in der Literatur beschrieben wird. Welche … Po: Formen, Einfluss, Sprache – und wie die Literatur ihn beschreibt weiterlesen

Die Rolle der Beine in erotischen Begegnungen

Wenn wir über erotische Szenen nachdenken, landen viele von uns zuerst beim Oberkörper. Aber dramaturgisch sind Beine oft stärker. Sie bestimmen Haltung, Nähe und Balance. Sie entscheiden, wie eine Person sich bewegt, öffnet oder schützt. Der erste Schritt – Spannung aufbauen, bevor überhaupt etwas passiert Stellt euch eine kleine Bar vor, gedimmtes Licht, Jazz im … Die Rolle der Beine in erotischen Begegnungen weiterlesen

Reclaiming Eve: Warum “nackt” nicht automatisch “verfügbar” heißt

Wenn in unserer Kultur eine nackte Frau auftaucht, schiebt sich sofort eine alte Erzählung davor: Scham, Schuld, Versuchung, Sündenfall. Eva als Ursprung der “Gefahr”. Der weibliche Körper als Problem, das bedeckt, erklärt oder kontrolliert werden muss. Genau deshalb lohnt es sich, Eva zurückzuerobern. Nicht als religiöse Figur, sondern als literarisches Werkzeug. Denn Nacktheit ist nie … Reclaiming Eve: Warum “nackt” nicht automatisch “verfügbar” heißt weiterlesen

Der Bauchnabel als Zentrum des Begehrens

Der Bauchnabel ist klein, aber dramaturgisch riesig. Er sitzt genau dort, wo sich Ober- und Unterkörper treffen. Er ist weder “klassisch sexy” wie Brüste oder Penis, noch so eindeutig intim wie Vulva oder Anus. Und gerade deshalb funktioniert er in erotischer Literatur so gut: Er ist ein Scharnier. Wer den Bauchnabel berührt, ist bereits sehr … Der Bauchnabel als Zentrum des Begehrens weiterlesen

Blickmacht und Befreiung: Ein feministischer Blick auf unsere Beine

Auf den ersten Blick wirken Beine unkompliziert. Jeder Mensch hat zwei, sie sind sichtbar, sie bewegen uns durchs Leben. Und doch gehören weibliche Beine zu den am stärksten regulierten Körperzonen der modernen Kultur. Seit über hundert Jahren bestimmen Rocklängen, Rasiernormen, Strumpfregeln und Sitzerwartungen, wie Frauen sich bewegen dürfen und wie sie wahrgenommen werden. Das heißt: … Blickmacht und Befreiung: Ein feministischer Blick auf unsere Beine weiterlesen

Vom Bikini zum Crop Top: Der Bauchnabel als öffentliches Ereignis

Der Bikini als erste Zäsur: Ein Skandal am Strand, aber kein Wandel im Alltag Als der Bikini 1946 erstmals in Frankreich gezeigt wurde, war das Auftauchen des weiblichen Bauches in der Öffentlichkeit ein Schock. Die Idee, Haut zwischen Brust und Hüfte nicht nur zu zeigen, sondern bewusst zu präsentieren, widersprach den Kleidungsnormen der Nachkriegszeit. Und … Vom Bikini zum Crop Top: Der Bauchnabel als öffentliches Ereignis weiterlesen

Warum nackte Beine mehr erzählen als nackte Haut sonst

Nackte Beine gelten oft als etwas Alltägliches – schließlich sieht man sie im Sommer überall. Doch in erotischer Literatur besitzen Beine eine Erzählkraft, die andere Körperregionen selten erreichen. Ein nackter Arm ist eine reine Tatsachenbeschreibung, ein nackter Rücken wirkt ästhetisch, ein nackter Bauch vielleicht intim. Aber wenn Beine sichtbar werden, besonders in unerwarteten Momenten, erzählen … Warum nackte Beine mehr erzählen als nackte Haut sonst weiterlesen

Selbstbild und Fremdbild – Wie Menschen ihre eigene Attraktivität wahrnehmen

Niemand sieht sich, wie er wirklich ist. Jede Wahrnehmung des eigenen Körpers ist gefiltert – durch Erinnerungen, durch Kommentare, durch Vergleiche. In der erotischen Literatur ist das besonders spürbar: Figuren erleben ihren Körper nie neutral. Selbst wenn sie allein sind, tragen sie den Blick der anderen in sich. Eine Figur, die sich für schön hält, … Selbstbild und Fremdbild – Wie Menschen ihre eigene Attraktivität wahrnehmen weiterlesen