Geboren 1976 in Bredstedt, Nordfriesland. Studium der Informatik an der CAU in Kiel. Arbeitet heute in der Softwareentwicklung. Lebt mit seiner Frau Sandra und den Katzen Mandu und Tharsis in einem Haus im Westen der Stadt.
Der sogenannte ENF-Moment – die Szene, in der eine Frau unfreiwillig nackt wird – ist in der erotischen Literatur kein Zufall, sondern ein dramaturgisches Werkzeug. Er steht für den Augenblick, in dem eine Figur alles verliert, was sie schützt: Kleidung, Kontrolle, Fassade. Was danach folgt, entscheidet über die Bedeutung der Szene. Denn der ENF-Moment ist … Der ENF-Moment als dramaturgischer Wendepunkt – von Scham zu Selbstermächtigung weiterlesen →
Wer sieht wen? Im Zentrum jeder erotischen Szene steht der Blick. Er entscheidet, wer Kontrolle hat, wer begehrt und wer zum Objekt wird. Doch allzu oft folgt die Literatur einer alten Choreografie: Ein Mann sieht eine Frau, sein Blick entkleidet sie, sein Begehren strukturiert den Text.Moderne Erotik verlangt eine Umkehrung dieser Blickrichtung. Sie fragt: Was … Die Umkehrung der Blickrichtung – wie du voyeuristische Szenen neu erzählst weiterlesen →
Unsichtbare Tiefen Wenn du eine Figur erschaffst, siehst du zunächst nur die Spitze ihres Lebens. Ihr Lächeln, ihr Kleidungsstil, ihr Verhalten im Seminar oder im Bett. Doch wie bei einem Eisberg liegen die entscheidenden Schichten verborgen unter der Oberfläche. Elternhaus, Freundschaften, Schulzeit, erste Liebe, sexuelle Erfahrungen – all das prägt sie, auch wenn du es … Die Backstory deiner Protagonist*innen: Warum du den ganzen Eisberg kennen musst weiterlesen →
Der erste Absatz ist die Einladung, die deine Leser*innen nicht ausschlagen dürfen. Er entscheidet, ob jemand bleibt oder weiterblättert. In der erotischen Literatur hat er eine zusätzliche Schwere, weil hier Spannung und Körperlichkeit von Anfang an mitschwingen. Der erste Atemzug einer Geschichte Stell dir vor: Ein stickiger Hörsaal im Hochsommer. Die Protagonistin, eine Studentin mit … Der erste Absatz in der erotischen Literatur weiterlesen →
Wir kennen sie alle: Diese Dialoge in erotischen Geschichten, die sich anhören wie aus einem schlechten Film. “Oh ja, das fühlt sich so gut an!” oder “Du bist so schön!” – und wir denken nur: Redet wirklich jemand so? Die Antwort ist: Nein. Echte Menschen sprechen anders. Und genau deshalb wirken viele Dialoge so hölzern. … Dialoge, die unter die Haut gehen weiterlesen →
Patrice Chéreaus Film Intimacy (2001) gehört zu den Werken, die die Grenze zwischen Erotik, Kunst und persönlichem Drama neu ausgelotet haben. Seine Wucht verdankt der Film nicht zuletzt der literarischen Grundlage: Hanif Kureishis Kurzgeschichtensammlung Intimacy (1998), in der er von zerfallenden Beziehungen, sexueller Sehnsucht und der Fragilität menschlicher Nähe erzählt. Chéreau übernahm nicht einfach die … Intimacy – Wenn Erotik zur Seelenlandschaft wird weiterlesen →
Was ist der Trickster-Archetyp? Der Trickster ist ein faszinierender Archetyp, der durch die Weltliteratur wandelt. Er verkörpert das Chaos, das Unerwartete und die Transgression gesellschaftlicher Normen. Der Trickster bricht Regeln nicht aus Bosheit, sondern aus einer inneren Notwendigkeit heraus. Er ist weder rein gut noch rein böse – er steht jenseits solcher moralischen Kategorien. In … Der Trickster als Archetyp in der erotischen Literatur weiterlesen →
Der Begriff Catfishing stammt aus dem digitalen Zeitalter: Jemand erfindet eine falsche Identität – meist online –, um andere zu täuschen, zu manipulieren oder emotionale (und manchmal finanzielle) Vorteile zu erlangen. Doch das Phänomen ist keineswegs neu. Schon lange vor Social Media und Dating-Apps nutzten Menschen gefälschte Identitäten, um Macht auszuüben, Sehnsüchte zu wecken oder … Catfishing: Täuschung, Verlangen und literarische Spannung in der erotischen Literatur weiterlesen →
Kaum ein erotischer Roman aus dem 18. Jahrhundert hat einen so nachhaltigen Ruf erlangt wie Memoirs of a Woman of Pleasure, besser bekannt als Fanny Hill. Der britische Autor John Cleland verfasste den Text um 1748/49 – und damit mitten in einer Zeit, in der die englische Literatur zwar moralisch geprägt war, aber in privaten … Fanny Hill – Ein Skandalroman mit langem Atem weiterlesen →
Sploshing – oder WAM (Wet and Messy) – ist viel mehr als „mit Essen spielen“. Es ist eine Kunstform des sinnlichen Erlebens, ein bewusstes Spiel mit Temperatur, Textur, Geruch und Geräusch auf nackter oder bekleideter Haut. Psychologisch hat es etwas von einem Tabubruch: Wir halten unseren Körper sauber, schützen ihn vor klebrigen oder feuchten Substanzen. … Sploshing – Sinnlichkeit im Chaos weiterlesen →