Zurzeit haben wir Probleme mit unserem Vertriebspartner Amazon Kindle. Das führt dazu, dass die Links zu unseren Büchern auf dieser Website ins Leere laufen und zur folgenden Fehlermeldung führen:
Vor ein paar Tagen erhielten wir folgende Meldung:
Hallo,
wir kündigen Ihr Konto mit sofortiger Wirkung, da wir Aktivitäten Ihres Kontos festgestellt haben, mit denen versucht wurde, unsere Dienste zu manipulieren.
Über die Schließung Ihres Kontos hinaus:
• Haben Sie kein Anrecht mehr auf die Zahlung ausstehender Tantiemen.
• Haben Sie keinen Zugriff mehr auf Ihr Konto. Dazu gehören: die Bearbeitung von Titeln, die Einsicht von Berichten und der Zugriff auf weitere Kontoinformationen.
• Werden veröffentlichte Titel von Amazon entfernt.
Gemäß unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen ist es Ihnen nicht gestattet, neue KDP-Konten zu eröffnen.
Unnötig, darauf hinzuweisen, dass es unsererseits keine Manipulationsversuche gab. Aber immer wieder berichten Autor:innen davon, dass ihr Amazon KDP-Konto (und damit Autorenzugang, Buchveröffentlichungen und Tantiemen) plötzlich gesperrt, deaktiviert oder sogar gelöscht wurde, oft mit einer sehr allgemeinen Formulierung wie eben bei uns: „Versuch, unsere Services zu manipulieren“. Das kann ohne vorherige Warnung passieren und Amazon nennt dabei häufig keine konkreten Belege, die für Außenstehende verständlich wären.
Welche Erfahrungen andere Autoren gemacht haben
Das zeigen mehrere Berichte und Community-Diskussionen:
In Reddit-Foren berichten Autor:innen darüber, dass ihr KDP-Account mit der Standardformulierung „terminated“ wurde, mit dem Hinweis auf „attempted to manipulate services“, ohne einen klaren Hinweis auf eine konkrete Regelverletzung.
Manche konnten ihren Account wiederherstellen, indem sie auf Amazons E-Mails geantwortet und um Klärung gebeten haben; andere berichten, dass der Support danach nicht mehr reagierte.
Häufig genannte Gründe in solchen Diskussionen (auch wenn Autoren sich dessen nicht bewusst waren) sind z. B.:
Verstöße gegen Nutzungs- oder Metadatenrichtlinien, z. B. irreführende Titel, Keyword-Stuffing oder relevante Marken/Autorennamen im Titel/Subtitel.
Mehrere KDP-Konten unter derselben Person, was laut KDP nicht erlaubt ist.
Verdacht auf nicht-konformes Lesen/Manipulation von „Pages Read“ im Kindle Unlimited-Programm oder ähnliches.
In anderen Fällen verlieren Autor:innen nach der Sperrung den Zugang zu ihren Büchern und ausstehende Tantiemen und es kann äußerst schwierig sein, das wieder rückgängig zu machen.
Wie Autor:innen darauf reagieren sollten
In den Foren empfiehlt die Community oft Folgendes:
- Unmittelbar auf die Sperr-E-Mail antworten und höflich um eine genauere, nachvollziehbare Erklärung bitten. Viele Autoren, die ihre Sperre rückgängig bekamen, taten dies durch direkten Kontakt.
- Klare Nachweise und Belege mitschicken, z. B.:
- Screenshots deines Dashboards (Bücher, Metadaten) können hilfreich sein, sollten aber bereits beim Einstellen neuer Titel angelegt werden. Denn wenn du von Amazon gesperrt wurdest, kommst du auch nicht mehr an dein Dashboard heran. Aber wer denkt beim Hochladen neuer Titel schon an eine Sperre?
- Erklärung, dass du keine zusätzlichen Konten hattest
- Erklärung, warum du keine Richtlinie verletzt hast. Dazu solltest du allerdings wissen, welche Richtlinien du angeblich verletzt hast. Und das herauszufinden, ist nicht immer einfach.
- Falls der Support nicht reagiert, mehrere Kontaktwege nutzen (mehrere E-Mail-Adressen, KDP Support-Formular, Social-Media-Support etc.). Amazon hat eigene Support-Teams auf Plattformen wie X (Twitter), Facebook und Instagram. Auf X ist das meist der Account @AmazonHelp.
- In schwierigen Fällen berichten einige Autoren, dass professionelle rechtliche Hilfe nötig wurde, weil Amazon sehr große Freiheiten in den AGB hat.
Wichtig zu wissen
Die allgemeine Formulierung „versucht, Services zu manipulieren“ dient Amazon als Standardvorwurf, auch wenn die tatsächliche Ursache etwas anderes sein kann (z. B. Metadatenprobleme, multiple Accounts, IP-Wechsel, Systemfehler etc.).
Amazon gibt sich bei solchen Sperrungen oft nicht transparent, und selbst langjährige Autor:innen können plötzlich betroffen sein – die Mechanismen sind automatisiert und werden von vielen als schwer nachvollziehbar beschrieben.

