Archiv der Kategorie: Unsere Bücher

In diesem Bereich halten wir euch über unsere Neuerscheinungen auf dem Laufenden.

Promoaktion für Sandra Manthers „Videoüberwacht“

Wider Erwarten läuft die neueste Marion-F.-Episode „Videoüberwacht“ nicht besonders gut.  Auch das Basteln am Klappentext und das alternative Cover haben daran nicht viel geändert. Dabei finde ich nach wie vor, das die Geschichte viel Potential hat und auch handwerklich gut gelungen ist.

Dafür spricht auch, dass es an einem einzelnen Tag eine auffällige Häufung von Downloads oberhalb des statistischen Mittels gab. So was passiert meist dann, wenn in irgendeinem Forum ein Titel besprochen oder weiterempfohlen wird.

Ein weiteres Indiz ist, dass „Videoüberwacht“ die erste unserer Geschichten überhaupt ist, die eine Amazon-Rezension bekommen hat. Noch dazu eine mit 5 Sternen. Irgendetwas muss ich richtig gemacht haben.

Deswegen habe ich beschlossen, den Titel von heute, Mittwoch, dem 1. März bis einschließlich Sonntag, 5. März, in einer amazon-Promo-Aktion kostenlos anzubieten.  In dieser Zeit könnt ihr ihn von der Seite http://amzn.to/2mnj7rB gratis herunterladen. Entweder um Marion überhaupt erst einmal kennenzulernen oder um euch an diesen Text heranzuwagen.

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Neues Design für „Videoüberwacht“

Alternatives Cover zu "Videoueberwacht"Richtig glücklich waren Marc und ich nicht mit dem letzten Cover der „Marion F.“-Serie. Wir hatten nach einem Symbolbild gesucht, das unser Unwohlsein im Blick auf die Videoüberwachung zum Ausdruck bringt.

Leider war die Auswahl verfügbarer Bilder ziemlich begrenzt. Doch je länger wir mit dem alten Titelbild von „Videoüberwacht“ lebten, desto weniger gefiel es uns. Es war weder erotisch, noch machte es neugierig.

Warum also nicht gleich ein reines Symbolbild, wie es in der erotischen Literatur der letzten Jahre ja immer häufiger benutzt wird. Sind Schlipse, Ringe und Blumenkelche nicht letztlich auch wenig aussagekräftig in Blick auf das Genre?

Mit der Micro-Kameralinse, die jetzt unser Titelbild zielt, starten wir einen Versuch in diese Richtung. Damit kommen wir auch denjenigen von euch entgegen, die ohnehin fanden, unsere bisherigen Cover hätten zu sehr nach 70er-Jahre-Porno ausgesehen. Und tatsächlich wirkt die Schrift, die schon vom ersten Marion F.-Band an golden war, auf schwarzem Hintergrund viel nobler als bisher.

Was haltet ihr vom neuen Cover? Hier noch mal das alte Bild zum Vergleich:

Cover: Videoueberwacht von Sandra Manther

Liebe Grüße, eure Sandra

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Sandra Manther: Videoüberwacht

Cover: Videoüberwacht - von Sandra MantherWie angekündigt: Seit gestern ist mein neuer Marion F.-Band erhältlich. „Videoüberwacht“ heißt er und spielt zu großen Teilen in Monikas Spielzimmer, auf dem eisernen Kingsize-Bett mit der Vakuummatratze.
Sarah war ja bereits bei ihrer ersten Session in „Monikas Keller“ neugierig auf die Funktion dieser Matratze geworden. Nun ruft sie Oliver an und verabredet sich mit ihm im Keller.
Auch diese Episode funktioniert als Standalone, kann also auch ohne vorherige Lektüre der anderen Bände gelesen werden. Und wieder überschreitet sie mit 45 Manuskript-Seiten und über 10.000 Wörtern deutlich die Länge einer Kurzgeschichte.

Darum geht es:

Monika hat im SM-Studio im Keller ihres Hauses eine Reihe von Micro-Kameras installiert. Denn mittlerweile hat sich die Existenz ihres Spielzimmers herumgesprochen und wird gern auch von anderen genutzt. Da ist es gut, ein wenig den Überblick zu bewahren.

Marion wird von ihren Freundinnen überredet, ihren Trainer Marcel dorthin einzuladen. Aber ist Marcel überhaupt offen für Spiele dieser Art? Die beiden experimentieren ein wenig mit der Kingsize-Vakuummatratze. Während Marcel  bewegungsunfähig fixiert ist, führt Marion ihn an seine Grenzen. Vielleicht auch ein wenig darüber hinaus.

Leseprobe:

Der Duft des frisch zubereiteten Milchkaffees, sonst ein verlässlicher Stimmungsaufheller, konnte mich heute kaum trösten. Ich saß an der Küchentheke und stierte ins Leere, die Kaffeeschale zwischen den Händen. Marcel ging mir nicht aus dem Kopf.
Als Jana nach dem Fotoshooting ihr Geld kassierte und verschwand, war ich geblieben. Marcel wollte, dass ich mich nicht wieder anziehe, sondern nackt bliebe, wie ich für die Aufnahmen gewesen war. Natürlich dachte ich, er würde mit mir schlafen. Oder zumindest Interesse signalisieren. Aber er, mein Sensei, Meister des Jiu Jitsu, war cool in seiner Rolle aufgegangen. Er trug den Keigogi, den weißen Kampfsportanzug und übte mit mir für meine bevorstehende Gurtprüfung. Immerhin, ich hatte ihn darum gebeten.
Er berührte mich nie anders, als er es für die Würfe, an denen wir arbeiteten, brauchte. Statt der üblichen Kragengriffe nutzte er Schultern, Nacken und Hals, um Angriffe zu simulieren. Aber seine Berührungen waren zielstrebig und frei von erotischen Schwingungen.
Bilder vom vergangenen Abend wirbelten in meinem Kopf durcheinander. Der Soto Maki Komi, ein Hüftfeger. Marcel packte mich an den Schultern und ich musste mich von ihm wegdrehen, dabei seinen Arm an meiner Brust fixieren und ihn über die Hüfte ziehen, so dass er rücklings auf der Matte landete. Ich spürte, wie meine Nippel bei jeder Berührung hart wurden. Er aber schien es überhaupt nicht zu bemerken.
Schlimmer noch waren ein paar der Shime-waza, jene Würgetechniken, bei denen ich die Beine einsetzen muss. Wir übten ausgiebig den Kensui Jime, den Hasami Jime und vor allem den Yoko Sankaku Jime, alles Techniken, in denen Marcels Kopf früher oder später zwischen meinen nackten Schenkeln landete. Wie oft war sein Gesicht nur wenige Zentimeter von meinem Geschlecht entfernt?
Ich griff zum Telefon und rief meine beste Freundin Monika an. Erzählte ihr alles. Sie hörte geduldig zu, ließ den Schwall ungefilterter Emotionen, der aus mir herauskam, über sich ergehen und fing erst an, vorsichtig nachzufragen, als ich mich komplett ausgekotzt hatte.
„Wahrscheinlich ist es für ihn eine Hürde, mit einer seiner Schülerinnen zu schlafen“, sagte sie.
„Warum hat er mich dann überhaupt gebeten, zu bleiben?“ Ich zögerte, und fügte hinzu: „Ohne mir etwas überzuziehen.“
„Er wusste doch, wie wichtig dir diese Gurtprüfung ist. Vielleicht war es als Kompliment gemeint. Er findet dich schön. Ist doch verständlich.“
„Er hat nicht einmal einen Versuch gemacht.“
„Du hast gesagt, er macht häufiger solche Shootings?“
„Es ist ein Hobby von ihm.“
„Wenn er sonst nur mit bezahlten Fotomodellen arbeitet, ist es für ihn normal, dass er sie nicht anrührt. Er ist es gewohnt, Abstand zu halten. Auch wenn sein Gegenüber nackt ist und Posen einnimmt, die normalerweise als Einladung zu verstehen sind.“
„Aber ich bin doch kein Modell.“
„Gestern Abend warst du eins.“ Monika wechselte das Thema. „Apropos ‚Posen vor der Kamera‘. Weißt du, wer gerade hier ist?“
„Daniel?“
Ich traute ihrem Ex-Mann so einiges zu. Er hatte noch immer einen Schlüssel für ihr Haus und war in der Vergangenheit schon mehrfach unangekündigt aufgetaucht.
Monika lachte. „Nein, Sarah. Sie hat mich gefragt, ob sie heute Abend meinen Spielekeller nutzen darf.“
„Mit Tobias?“, fragte ich irritiert. Ihr Ehemann war in meinen Augen ein Spießer und ich konnte mir kaum vorstellen, dass Sarah ihn dazu gebracht hatte, mit ihr in Monikas mit Sexspielzeugen aller Art vollgestellten Keller zu gehen.
„Nein, mit Oliver, dem Typ, den wir im Schanzenviertel aufgerissen haben. Erinnerst du dich, wie sehr er von Sarah fasziniert war? Zu sich nach Hause wollte sie ihn nicht einladen. Verständlicherweise. Und da hat sie halt mich gefragt.“
„Sie ist mit Oliver zusammen in deinem Spielzimmer? Da würde ich ja gern Mäuschen spielen.“
„Kein Problem. Sarah hat mich gebeten, ein bisschen aufzupassen. Sie kennt Oliver ja kaum.“
Mir ging ein Licht auf.
„Posen vor der Kamera?“, fragte ich nach, weil ich ahnte, was Monika mit ihrer Überleitung gemeint hatte. „Sie lässt sich doch nicht etwa von dem Kerl fotografieren?“
„Viel besser. Ich habe im Keller ein paar Mikrokameras installiert. Ich dachte, es kann nichts schaden, für den Notfall ein Filmchen in der Hand zu haben. Nur für den Fall, dass ich jemanden mitbringe, der sich komisch verhält. Oder Besitzansprüche an mich erhebt. Dann könnte ich immer noch damit drohen, den Film unserer Begegnung zu veröffentlichen.“
„Du willst mir doch nicht sagen, du sitzt im Wohnzimmer und guckst Sarah beim Sex zu?“
„Die beiden probieren gerade meine Vakuummatratze aus. Sarah liegt splitterfasernackt und bewegungsunfähig auf dem Bett und lässt sich von ihm mit Kräuterquark einreiben.“
„Kräuterquark?“
„Aus meiner Küche. Er kam extra noch mal rauf, um zu fragen. Mein Honig war alle.“
„Schlagsahne wäre konventioneller.“
„Ja, aber er hatte keine Lust, erst welche zu schlagen. Er wollte schnell wieder runter.“
„Ob es sie stört, wenn ich vorbeikomme?“
„Die beiden sind mit sich selbst beschäftigt. Ich glaube nicht, dass es ihr was ausmacht.“

[Ende der Leseprobe]  Buch auf amazon.de ansehen

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Die neue Story ist (fast) fertig

Hallo, ihr Lieben

Cover: Videoueberwacht von Sandra MantherGerade eben habe ich den letzten Satz meiner neuen „Marion F.„-Geschichte getippt. Sie ist wieder recht lang geworden. Knapp 10.000 Wörter – das sind 44 Manuskirpt-Normseiten. Ich werde die kommende Woche nutzen und ihr den letzten Schliff geben, so dass sie Ende des Monats in den Verkauf gehen kann.

Wie immer funktioniert „Videoüberwacht“ , so der Titel, auch als Standalone, knüpft aber stärker als früher an andere Episoden an, vor allem an „Monikas Keller“ und „Das Jiu-Jitsu Fotoshooting“ . Sarah wird sich mit Oliver treffen, den sie ja zur Einweihung des Kellers kennengelernt hat. Sie hatten verabredet, gemeinsam die Vakuummatratze auszuprobieren, die bei Monika im Keller steht. Was die beiden nicht wissen: Inzwischen hat Monika in ihrem unterirdischen Spielzimmer diverse kleine Digitalkameras installiert.

Marion kommt zufällig dazu, als Monika über ihren Laptop die beiden beobachtet. Sie ist nach dem Fotoshooting mit Marcel ziemlich durcheinander und lädt ihn zu Monika ein. Der ist von der Idee, es vor laufender Kamera mit Marion zu treiben, wenig begeistert, lässt sich aber Marion zuliebe auf das Experiment ein. Allerdings entwickelt der Abend sich völlig anders, als die beiden es ursprünglich gedacht hatten.

Marc und ich haben über die Jahreswende viel diskutiert. Über die Entwicklung bei Amazon zum Beispiel. Durch die neue Vergütungspolitik im KDP-Programm ist der Verleih von Kurzgeschichten ziemlich witzlos geworden. Wir werden also nach und nach sämtliche erotischen Texte  aus der Amazon-Ausleihe entfernen. Nur die aktuelle Neuerscheinung wird noch für drei Monate im Rahmen des KDP-Abos ausleihbar sein.

Auch in einem anderen Punkt schwenken wir um. Angefangen hatten wir ja mit einer Reihe von kurzen Storys, die wenig länger als 3.000 Wörter waren. Wir haben aber gemerkt, dass unsere eigenen Lesegewohnheiten in eine ganz andere Richtung gehen. Die kurzen Erotik-Stories, die wir bei Amazon Kindle lesen, lassen uns ziemlich unbefriedigt, weil sie zu wenig ins Detail gehen und zu wenig Raum für die Entwicklung einer Geschichte bieten. Was wir mögen, sind die längeren Stories. Und von daher ist es nur folgerichtig, wenn wir selbst Abstand von den Kurztexten nehmen. Auch wenn das bedeutet, dass wir nicht mehr ganz so häufig veröffentlichen wie bisher.

Marc will jetzt ebenfalls eine erste eigene Reihe machen und ist schon wild am Schreiben. In seiner neuen Serie geht es ums Internet-TV, genauer gesagt um eine interaktive erotische Spielshow. Ich finde die Idee, die Medienszene aufs Korn zu nehmen und zu zeigen, wie sie Sex benutzt, um Zuschauerzahlen zu generieren, ganz spannend. Die Texte, die er mir bisher gezeigt hat, sprechen auf jeden Fall den Voyeur in mir an und enthalten viele Kinks, die mich anmachen.

So viel für heute. Euch alles Liebe,

Sandra
Sandra

Update 30.01.2017: Wahrscheinlich habt ihr es schon gesehen. Inzwischen ist die neue Story „Videoüberwacht“ bei Amazon erhältlich. Lest doch einfach hier auf der Website in die Story rein oder geht gleich zu amazon.de/Videoüberwacht-Das-erotische-Tagebuch-Marion-ebook/dp/B01NAYEO32/, um euch dort die Leseprobe herunterzuladen.

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Marc Manther: Die Konfirmandin

Cover: Die Konfirmandin von Marc MantherDer Kern dieser Geschichte stammt von einem Freund, mit dem wir oft abends zusammensitzen und über Literatur diskutieren. Da er selbst heute keine Erotika mehr schreibt, hat er uns die Story überlassen und ich habe sie überarbeitet und in ihre jetzige Form gebracht.

Sandra meint, sie passe zu mir. Weniger wegen der an Pädophilie grenzenden Erotik, als wegen des desolaten Blicks auf die Institution Ehe. Ohnehin ist meine Frau ja davon überzeugt, falls jemals ein August-Strindberg-Preis für erotische Literatur ausgelobt wird, würde ich es auf jeden Fall auf die Short-List schaffen.

Darum geht es:

Sie ist 15. Und sich ihrer Wirkung auf das andere Geschlecht durchaus bewusst. Wie alle Teenager probiert sie ihre Grenzen aus. Die begehrlichen Blicke anderer auf ihren jungen Körper nimmt sie als Bestätigung. Mit wenigen Worten pflanzt sie Bilder in den Kopf ihres Pastoren. Sie spielt mit ihm und rüttelt sein kleines, abgezirkeltes Leben gehörig durcheinander.

Leseprobe:

Pastor Bernd Obbes Augen schienen immer zu lächeln, und um diesen Eindruck zu vermitteln, hatte er viel Zeit vor dem Spiegel verbracht. Mit seinen erst 45 Jahren wollte er der Gemeinde als gütiger Vater gegenübertreten. Die Unsicherheit – in Glaubensfragen wie im menschlichen Miteinander – die ihn gelegentlich überfiel, verbarg er hinter einer zengleichen äußeren Ruhe, die sowohl Stimme als auch Bewegungen prägte.
Die Kirche, in der er seinen Dienst tat, stand in einem Problemviertel der Stadt. Hohe Arbeitslosigkeit, viele Sozialhilfeempfänger, Jugendliche ohne Perspektive. Von daher war er durchaus stolz auf die Gruppe Konfirmanden, die hier vor ihm saß. Er hatte sie zusammengeschweißt, hatte sie von der Straße heruntergeholt und ihnen mit mühevoller Hartnäckigkeit neues Selbstbewusstsein gegeben.
Gedanken spielten in der Bibel eine wesentliche Rolle. Sie entschieden über unser Leben, sie waren der Quell der Sünde, die uns von Gott trennte. Deswegen hatte er beschlossen, mit den Jugendlichen ein Experiment zu wagen.
„Schließt jetzt bitte einmal eure Augen und versucht, zwei Minuten lang nicht an rosa Elefanten zu denken!“
Pastor Bernd Obbe beobachtete die Konfirmanden, die nach einem kurzen, irritierten Zögern taten, was er von ihnen verlangte. Im gebrochenen Licht der Julinachmittagssonne saß die Gruppe ihm in dem kahlen Raum frontal gegenüber.
Sein Blick fiel auf Tine mit ihrem weiten, weißen T-Shirt. Unter dem leichten Stoff zeichnete sich ihr junger, straffer Körper ab. Kein BH, stellte er verlegen fest und wusste plötzlich nicht, wohin er schauen sollte. War das ein Nippelpiercing, das sie da trug? Das musste neu sein. Zumindest war es ihm noch nie an ihr aufgefallen.
In der Nacht zuvor hatte er eine bestürzende Entdeckung gemacht. Zum ersten Mal war ihm der zunehmende körperliche Verfall seiner Frau Maren schmerzlich bewusst geworden. Die Spuren, die die beiden Kinder an ihr hinterlassen hatten und die Falten der Weisheit in ihrem Gesicht, die er liebevoll zu betrachten suchte, machten sie zum unbarmherzigen Spiegel des eigenen Alterungsprozesses.
Aufgrund seines Glaubens hatte er in jungen Jahren nie wirklich Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht gesammelt. Heute, wo er in Bezug auf die sexuellen Verfehlungen seiner Gemeinde nachsichtiger war, deprimierte ihn das.
Unvermittelt merkte er, wie Tine ihn fröhlich anlächelte. Er hatte, in Gedanken versunken, erneut auf die sanften Hügel ihres Shirts gestarrt. Als ihm dies bewusst wurde, lief er rot an und blickte um sich. Die anderen Jugendlichen waren, die Lider noch geschlossen, mit dem Experiment beschäftigt. Zum Glück.
„Ihr könnt die Augen aufmachen“, sagte er verlegen. „Wahrscheinlich habt ihr nie zuvor an rosa Elefanten denken müssen. Trotzdem wird euch schwergefallen sein, sie in den letzten Minuten aus euren Gedanken zu vertreiben. Durch meine Vorgabe hat sich dies absurde Bild festgesetzt.“
Er sah Tine in die Augen. Sie schmunzelte, den Kopf schelmisch schräg gelegt. Wie sollte er ihren Gesichtsausdruck deuten? Genoss sie es, ihn ertappt zu haben? Ein solcher Fehler durfte ihm nicht noch einmal passieren.
Es kostete ihn einige Selbstbeherrschung, nicht erneut an ihrem Körper herunterzuschauen.
„Vor ein paar Jahren,“ hörte er sich seinen vorbereiteten Text abspulen, „kam ein Junge zu mir in die Seelsorge, für den Onanie zum echten Problem geworden war.“
Wie geplant, besaß er nun die ungeteilte Aufmerksamkeit der Gruppe.
„Der Junge betete, Gott möge ihn befreien. Doch jedes Mal, wenn er im Gebet an Masturbation dachte, war das Bedürfnis wieder präsent. Mit der Zeit war sein ganzes Denken nur noch davon erfüllt.“
Er machte eine kleine Kunstpause und ließ die Worte auf die Jugendlichen wirken. „Wahrscheinlich habt ihr es bei dem Experiment eben gemerkt: Die einzige Chance, euch vor den rosa Elefanten in Sicherheit zu bringen ist, intensiv an etwas völlig anderes zu denken. Vielleicht hilft diese Erfahrung bei euren privaten Problemen. So viel für heute.“
Ein hörbares Aufseufzen ging durch die Gruppe. Stühle scharrten, mit einem flüchtigen Gruß verabschiedeten sich die Jugendlichen von Bernd. Er sah aus dem großen Promenadenfenster in das Wäldchen vor dem Gemeindehaus, das kleine, dunkle Mischwäldchen, das sich jeder gartenarchitektonischen Nutzbarmachung konsequent widersetzte. Während er noch in Gedanken versunken nach draußen starrte, trat zögernd Tine auf ihn zu.
„Ich habe da auch ein Problem.“
Bernd nickte verunsichert. Ungewollt glitt sein Blick an ihrem Körper herunter, kurz, verschämt, ängstlich. Ihre azurblauen Augen sahen ihn unverwandt an.
„Sehen Sie … Das, was Sie vorhin darüber gesagt haben, sich selbst zu streicheln, das kenne ich. Schuldgefühle habe ich keine; ist besser, als zu früh mit einem Jungen zu schlafen. Es ist nur … ich denke dabei immerzu an denselben Mann. Er ist verheiratet und weiß nichts davon. Ich stelle mir vor, wie … na ja, Sie wissen schon.“
Bernd ahnte es zumindest und verzichtete darauf, näher nachzufragen.
„Bisher habe ich geglaubt, der Mann interessiere sich nicht für mich. Aber vorhin, da habe ich gemerkt, wie Sie mich ansehen, und, na ja, ich dachte mir jedenfalls, Sie sollten es wissen.“
„Was wissen?“, fragte er.
„Also, – dass Sie der Mann sind, an den ich dabei immer denke!“

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Promo-Aktion Oktober

Der Sommer hat sich verabschiedet und der Herbst klopft an. Was gibt es besseres, als sich jetzt mit Lesestoff einzudecken. Wir wollen den Oktober nutzen, um unsere erotischen Geschichten einem breiteren Lesepublikum vorzustellen. Deshalb haben wir den Preis für unsere Bücher drastisch gesenkt. Bis Ende Oktober kostet jedes unserer eBooks für den Amazon Kindle nur 0,99 € statt wie bisher 2,99 €.

Ab November gilt dann wieder unsere alte Preispolitik: Neuerscheinungen sind für 4 Wochen für 0,99 € zu haben und werden danach auf 2,99 € angehoben.

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Sandra Manther: Das Jiu-Jitsu Fotoshooting

Cover: Das Jiu-Jitsu FotoshootingJetzt habe ich schon eine ganze Zeit nichts Neues mehr auf den Markt geworfen. Nach der „Bühnenangst“ kam nur noch das Marion-Bundle und dann war eine ganze Zeit lang Funkstille.

Ich habe diese Zeit genutzt und viel gelesen, analysiert und ausprobiert. Als erstes fällt auf: Die neue Episode „Das Jiu-Jitsu Fotoshooting“ ist mit 45 Manuskript-Normseiten wesentlich länger als die früheren Bände. Mehr Platz fürs Kopfkino, für Figurenentwicklung und Sinneseindrücke.

Ganz nebenbei ist auch die Rückenansicht Marions vom Cover verschwunden. Das war anfangs ein netter Gag, wirkte aber immer auch ein wenig gestückelt. In Zukunft wird es aussagekräftigere Titelbilder geben. Dass es sich um eine Marion F.-Geschichte handelt, zeigt ja schon die rot-braune Banderole unter meinem Namen.

Worum geht es im neuen Band?

Marion will am kommenden Sonntag ihren Blaugurt in Jiu-Jitsu machen, wird beim letzten Training vor der Prüfung jedoch unsicher. Gern würde sie mit ihrem Trainer noch ein wenig üben. Doch der hat für den Abend ein Fotoshooting angesetzt, für das er extra ein Model gebucht hat.

Er schlägt Marion einen Deal vor: Wenn sie will, kann sie beim Shooting mitmachen. Im Gegenzug wird er mit ihr eine zusätzliche Übungsstunde einlegen. Ihre Freude legt sich, als sie erfährt, dass es um Aktaufnahmen geht.

Als wäre das nicht genug, muss sie feststellen, dass es sich bei dem Model um eine braungebrannte Zwanzigjährige handelt, die sich in Szene zu setzen weiß. Und die keine Berührungsängste kennt.

Leseprobe:

Ich stand unter der Dusche und seifte mich ein. Mit meinen Gedanken war ich noch beim Training. Wenn ich daran dachte, dass ich am Sonntag meinen zweiten Kyu machen wollte, war das Ergebnis der vergangenen zwei Stunden ziemlich desaströs.
Die Halle, in der wir ein bis zweimal in der Woche Jiu Jitsu trainierten, lag in einem Hinterhof in Ottensen. Das bedeutete unter anderem, dass der Ort viel zu alternativ war, um getrennte Duschräume für Männer und Frauen zu haben. Niemand in Ottensen will für spießig gehalten werden. Mal abgesehen davon, dass im ersten Stock der alten Fabriketage, in dem wir unser Trainingslager aufgeschlagen hatten, getrennte Duschen schon aus Platzgründen gar nicht möglich gewesen wären.
Die meisten Jungs waren inzwischen fertig und zogen sich schon an. Neben mir stand noch Lena unter dem Strahl, eine kleine kompakte Blondine, deren lange Haare sich immer mehr zu Dreadlocks entwickelten. Obwohl sie kaum älter als 18 Jahre alt war, hatte sie große, schwere Brüste, die mir beim Duschen zwangsläufig immer wieder auffielen. Auffällig an ihr waren auch ihre inneren Schamlippen, die deutlich größer waren als die äußeren und daher für jeden sichtbar aus der wulstigen Scham hervorquollen. Anfangs hatte mich dieser Anblick irritiert, doch mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt.
Bis eben hatte auch Samuel noch neben uns gestanden, einen halben Kopf größer als Lena, mit durchtrainiertem Körper. Als er ging, warf ich einen kurzen Blick auf seinen festen Po. Ich mochte die kleinen Grübchen in seinen Backen. Er machte noch nicht lange beim Training mit, kam aber so gut voran, dass er die ersten drei Gürtel in Rekordzeit erworben hatte. Obwohl ich schon deutlich länger dabei bin, gelang es ihm heute im freien Kampf mehrfach, mich zu Boden zu werfen.
Für mein Selbstbewusstsein war das gar nicht gut. Ich zweifelte ernsthaft, ob ich die Prüfung zum zweiten Kyu am Sonntag schaffen würde. Denn diese Prüfung wurde nicht von Marcel, unserem Sensei, abgenommen, sondern von einem mit ihm befreundeten Meister. Marcel wollte auf diese Art verhindern, dass wir die Prüfungen zu leicht nahmen.
Natürlich, ich wollte Marcel gefallen. Er ist ein drahtiger Schweizer mit einem angenehm muskulösen Körper. Kein Wunder, immerhin hat er bereits den sechsten Dan und trägt seinen Keigogi dementsprechend mit einem rotweißen Gürtel. Während ich mich gerade auf den blauen Obi vorbereitete und ihm gegenüber dementsprechend wie eine Anfängerin fühlte.
Überhaupt der Keigogi, unser weißer Kampfanzug. Ich musste mir noch Gedanken machen, wie ich die Uwagi, die Jacke, am Sonntag anziehen sollte. Beim Training hier in Ottensen hatte ich mir angewöhnt, ohne T-Shirt oder Sport-BH darunter herumzulaufen. Der Gi wird in der Taille geschnürt und durch den Gürtel gehalten. Männer tragen ihn traditionell auf der nackten Haut. Von daher fand ich es blödsinnig, es anders zu halten. Obwohl dies laut Etikette erlaubt wäre. Zwar kommt es gelegentlich vor, wenn mich ein Trainingspartner zu heftig am Kragen packt, dass sich die Jacke vorne bis zur Taille öffnet. Aber dank der Schnüre und des Gürtels hielt sich die sexuelle Erregung meiner Gegenüber dabei in überschaubaren Grenzen.
Ich habe es eigentlich nur einmal erlebt, dass ein junger Bursche durch übertrieben viele Kragengriffe seine Neugier befriedigte. Nachdem er versucht hatte, mich auf dem Fußboden zu fixieren und dazu halb auf mich kroch, bemerkte ich den nassen Fleck in seinem Schritt. Er kam nie wieder zum Training.
Aber dieses Problem würde ich am Sonntag bei der Prüfung kaum haben, überlegte ich mir.
Marcel kam zu uns in den Duschraum. Er sah mir lange in die Augen.
„Bist du sicher, dass du das am Sonntag durchziehen willst?“, fragte er sanft.
„Du klingst, als wäre das keine gute Idee.“
„Was deine Einstellung angeht, mache ich mir keine Sorgen. Du kommst regelmäßig zum Training, bist konzentriert dabei und erweist deinem Sensei …“ Er unterbrach sich, um schmunzelnd fortzufahren: „… die ihm gebührende Achtung.“
Ich spürte, dass ich rot anlief. Er kümmerte sich so wenig wie ich um Etikette und wenn er von sich in der dritten Person als Meister, als Sensei, redete, wirkte das ein wenig komisch. Es war offensichtlich, dass ich ein Auge auf ihn geworfen hatte. Aber bisher war es bei unverfänglichen Plänkeleien geblieben, die alles oder nichts bedeuten konnten. Was vielleicht am Altersunterschied lag. Er war vier bis fünf Jahre jünger als ich.
Er knotete seinen Obi auf und legte ihn beiseite. Als er seine Uwagi aufklappte, um die Schnüre zu lösen, sah ich seinen durchtrainierten Bauch. Und merkte, wie sich meine Rechte in meinen Schoß verirrte und diesen langsam massierte. Das konnte durchaus als offensiv ausgelegt werden. Daher zog ich die Hand schnell weg und entfernte stattdessen die Seife von meiner Wade.
„Aber?“, fragte ich.
„Du bist dir darüber klar, dass Joachim dich nach bestimmten Techniken fragen wird, oder?“
„Worauf willst du hinaus?“
„Ich will nicht, dass du erst lange überlegen musst, wenn er dich nach einem Harai-goshi oder Uchi-mata fragt. Die Würfe müssen sofort kommen. Wäre doch peinlich, wenn er dich nach einem Kyushojutsu fragt und du ihn mit einem Handkantenschlag zu beeindrucken versuchst, wie mich vorhin.“
Wieder schoss mir das Blut in den Kopf.
Marcel öffnete den Knoten an seinem Zubon und schob sich die Hose vom Po. Er faltete sie ordentlich zusammen, legte sie auf die Bank und kam zu uns Frauen unter die Dusche. Gern hätte ich mich an ihn gepresst und meine Hände über seinen nackten Körper gleiten lassen. Aber solange Lena dabei war, würde ich mir diese Blöße nicht geben.
„Ich glaube, die Grundtechniken habe ich drauf“, sagte ich „Die Fußangriffe machen mir noch ein bisschen Sorge.“
„Meinst du die Atemi oder die Ashi-waza?“, korrigierte Marcel.
„Vor allem den Yoko-geri.“
„Um den wirst du am Sonntag nicht herumkommen.“
„Wäre es OK für dich, wenn wir heute noch nicht Schluss machen, sondern zurück in die Halle gehen und üben?“
„Geht nicht. Ich habe noch einen Termin.“
„Kannst du den nicht verschieben?“
Marcel lachte und bückte sich nach seinem Shampoo.
„Du hast dann auch etwas bei mir gut“, sagte ich einschmeichelnd. „Ein Abendessen oder was du willst.“
„Klingt gut, aber es geht nicht.“
„Ein Geschäftstermin?“
Lena stellte ihre Dusche aus und legte mir zum Abschied eine Hand auf die Schulter. Die andere Hand landete auf Marcels Rücken.
Mir entging nicht, wie Marcel Lena musterte. Länger als nötig starrte er auf ihr dralles Hinterteil, als sie zu ihren Sachen ging. Sein Schwanz nahm dabei deutlich an Größe zu.
„Nein, ein Hobby von mir. Aber ich treffe mich mit jemanden, den ich extra für heute Abend bestellt habe.“
„Also ein Date?“
„Sozusagen.“
„Ein junges, weibliches Date?“
Er grinste. „Geht dich zwar nichts an, aber ja.“
„Ein Hobby, so so.“
„Klingt vielleicht strub, isch aber so.“
Das kannte ich schon von ihm. Immer, wenn er ins Schwiizertüütsch verfiel, war er verlegen oder nicht ganz bei der Sache. Er biss sich auf die Lippe und versuchte, seinen Rücken einzuseifen.
„Kann ich dir helfen“, bot ich ihm an und machte einen Schritt auf ihn zu.
„Nee, geht schon. Danke.“ Sein Blick wanderte über den gekachelten Fußboden. Ich fand seine Verlegenheit anziehend.
„Jemand, den du extra bestellt hast …“, wiederholte ich.
„Du lässt nicht locker, oder?“
Ich fuhr mit meiner Hand sein Rückgrat hinauf und verteilte die Seife an den Stellen, die er selbst nicht erreicht hatte. Er seufzte. Leise. Resigniert.
„Ich fotografiere, wenn ich die Zeit dafür finde“, sagte er schließlich.
Mein Hirn brauchte einen Moment, um die einzelnen Puzzlestücke zusammenzusetzen.
„Ein Model?“, fragte ich.
„Wir wollen heute in einer Halle im Oberhafenquartier ein paar Fotos machen.“
„Könnt ihr die nicht hier schießen? Unsere Trainingshalle hat doch den gleichen Fabrikcharme wie die Gebäude im Hafen.“
„Und was wäre damit gewonnen?“
„Ganz einfach: Du müsstest nicht weg. In der Zeit, die du mit Fahren beschäftigt wärst, könnten wir noch ein bisschen üben. Und wenn du willst, hast du heute statt einem Model gleich zwei. Du weißt doch, dass ich in der Agentur schon für diverse Kampagnen posiert habe.“
Er schüttelte den Kopf. „Du verstehst nicht.“
„Willst du was von der Frau?“
„Sie ist deutlich zu jung für mich.“
Lena räusperte sich. Ich hatte ganz vergessen, dass sie noch da war.
„Ich geh dann jetzt mal“, sagte sie und hob zum Abschied die Hand.
Wir winkten zurück und vertieften uns, sobald sie die Tür hinter sich geschlossen hatte, sofort wieder in unser Gespräch.
„Ich habe keine Absichten bei ihr“, sagte Marcel. „Das ist nicht das Problem. Aber wir machen Aktaufnahmen.“
„Oh.“ Ich merkte, wie es in meinem Magen zu kribbeln begann. Damit war mein Plan, mich als Model zur Verfügung zu stellen, gestorben.
Marcel hörte endlich auf, sich einzuseifen. Sein Blick wich meinem aus.
„Du stehst auf junge Mädchen?“, fragte ich.
„Nein.“ Er zögerte. „Ja. Zumindest unter ästhetischen Gesichtspunkten. Und um die geht es bei der Fotografie ja schließlich. Besonders beim Aktfoto.“
„Du wandelst also auf den Spuren von David Hamilton.“
„Teenager interessieren mich nicht. Sie haben noch kein Bewusstsein von sich und ihrem Körper. Sie sind zu unbeholfen für gute Bilder. Hamilton faszinierte genau diese Unbeholfenheit. Mich ermüdet sie nur.“
„Wie alt ist sie?“
„Neunzehn, glaube ich.“
„Machst du das schon lange?“
„Ein paar Jahre.“
„Mit unterschiedlichen Modellen?“
„Sicher. Ich suche mir für jede Session ein neues Model. Aktmodelle sind teuer, zumindest, wenn sie gut sind. Deswegen kann ich auch heute Abend nicht einfach canceln, verstehst du?“
„Und was ist mit meinem Vorschlag, sie hierher zu holen und die Halle als Location zu nutzen?“
Er zögerte. Eine Weile war nur das Prasseln des Wassers zu hören.
Ich stellte mich unter den Strahl und ließ mit geschlossenen Augen das heiße Wasser über Kopf und Körper laufen.
„Du würdest mitposieren?“, fragte er.
„Als ich den Vorschlag machte, wusste ich noch nicht, dass es um Nacktbilder geht.“
„Um Aktfotos.“
Er musterte mich. Obwohl es widersinnig war, kam ich mir mit einem Mal vollkommen nackt vor. Ich musste dem Impuls widerstehen, meine Brüste und meine Scham mit den Händen zu bedecken. Dabei hatte ich bis eben nie Probleme mit dem Duschen gehabt. Aber das hier war etwas anderes. Er taxierte mich. Er wollte wissen, ob mein Körper gut genug für künstlerische Bilder war. Und das schmeckte mir nicht.
„Was geschieht mit den Fotos?“
„Unterschiedlich. Einige gebe ich zum Verkauf frei. Die landen in verschiedenen Stockfoto-Sammlungen, wo sie von Kunden erworben werden können. Ein paar stelle ich auch ins Internet, zur Werbung. Auf meine Website, aber auch in die gängigen Social Media.“
„Das heißt, jeder könnte dann auf der Suche nach Nacktfotos auf Bilder von mir stoßen?“
„Im Prinzip ja. Wenn die Bilder gut sind, werden sie in einschlägigen Kreisen gern geteilt. Für mich sind das Backlinks, die meinen Bekanntheitsgrad erhöhen. Du musst natürlich damit rechnen, dass auch Leute sie zu sehen bekommen, die dich kennen. Das lässt sich nie ganz ausschließen.“
„Und wenn mir die Bilder nicht gefallen?“
„Wenn du dich auf eine Session einlässt, musst ich mich darauf verlassen können, dass ich die meisten der Bilder auch nutzen kann. Allerdings zeige ich sie den Models nach der Session, schon deswegen, weil die Stock-Agenturen für jedes Foto eine Modelfreigabe fordern. Wenn du sie dir ansiehst, können wir immer noch darüber reden, einzelne Bilder nicht zu veröffentlichen.“
„Klingt fair.“
Ich verließ den Duschbereich und setzte mich auf die Bank, um mich abzutrocknen. Marcel spülte sich die restliche Seife ab und kam zu mir.
„Vielleicht“, sagte er, „habe ich eine Idee, die uns beiden zugutekäme.“
„Ich bin gespannt.“
„Ich muss das allerdings vorher noch mit Jana klären. Wahrscheinlich ist sie schon auf dem Weg.“
„Klar. Was hast du vor?“
„Du willst dich auf Sonntag vorbereiten. Stimmt’s?“
„Lass den rhetorischen Müll. Was ist deine Idee?“
„Interaktion mit der Umgebung. Was hältst du von einem gemeinsamen Training mit Jana und dir. Mit Aufwärmphase und allem. Wir können gemeinsam die Prüfungsordnung durchgehen und die einzelnen Techniken nachstellen. Ich fotografiere euch dabei.“
Ich schöpfte Hoffnung, doch noch heil aus dem ganzen Schlamassel herauszukommen.
„Hast du denn noch einen passenden Keigogi für sie?“
„Schon vergessen? Es geht um Akt-Aufnahmen.“

[Ende der Leseprobe] amazon-button3

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Neuer Folgen-Button auf amazon.de

Nur ein kleiner Tipp für zwischendurch: Inzwischen könnt ihr uns auch direkt auf amazon.de folgen. Denn in die Autoren-Seiten hat Amazon am 27.07.2016 einen Folgen-Button integriert.  Ihr findet ihn direkt unter dem Autoren-Bild:

Der neue Folgen-Button auf amazon.deSobald ihr auf den Folgen-Button klickt, werdet ihr via E-Mail von Amazon über alle Neuerscheinungen eurer Lieblingsautoren auf dem Laufdenden gehalten. So zum Beispiel über alle neuen Titel von Marc und mir. Das ist sicher eine gute, direkte Möglichkeit. Im E-Mail-Postfach schaut ihr mit Sicherheit täglich nach, während die unterschiedlichen Blog-Register ihre Meldungen doch eher sporadisch streuen.

Und über die Informationspolitik von Facebook brauchen wir an dieser Stelle gar nicht zu reden. Facebook will in erster Linie Geld mit bezahlter Promotion machen. Daher ist es zwar eine Möglichkeit, aber keine sichere Informationsquelle, uns dort zu folgen.

Die Funkion, via E-Mail über Neuerscheinungen bestimmter Autoren informiert zu werden, wurde auf amazon.com bereits im Oktober 2014 realisiesrt, ist aber bei uns noch wenig ausgereift. Weder können wir Autoren sehen, wie viele Leute uns auf Amazon folgen, noch können wir als Leser einen Überblick bekommen, wem wir aktuell alles folgen.  Amazon behält all diese Informationen für sich – was aus Sicht des Datenschutzes bestimmt sinnvoll ist.  Allerdings wäre die ein oder andere Statistik-Funktion für uns durchaus hilfreich.

Laut selfpublisherbibel.de können ausgewählte Autoren ihren Amazon-Followern anlässlich neuer Veröffentlichungen auch persönliche Mitteilungen zukommen lassen. Das ist aber nur einem erlauchten Kreis vorbehalten und lässt sich von uns Autoren nicht einfordern. Wir müssen also darauf warten, von Amazon dazu eingeladen zu werden.  Ob das für kleine Selfpublisher wie uns je realistisch wird, ist fraglich.

Für die Autoren unter euch: Voraussetzung, um den neuen Folgen-Button auf amazon.de nutzen zu können, ist eine eigene Autoren-Seite, die ihr unter authorcentral.amazon.de anlegen könnt.

Und für diejenigen von euch, die den neuen Folgen-Button gleich einmal ausprobieren wollen, hier noch mal die Links zu den Autorenseiten von Marc und mir:
Autorenseite Sandra Manther
Autorenseite Marc Manther

 

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Marc Manther: Das Jagdschloss

Cover Marc Manther: Das JagdschlossNach einer kleinen Pause habe auch ich jetzt eine neue Geschichte auf den Markt geworfen: „Das Jagdschloss“ ist am 14.07.2016 im Amazon KDP erschienen. Diesmal mit einem Hauch Gothic, der – nach „Svetlana“ fast üblichen – Portion BDSM, und natürlich einer kleinen Liebesgeschichte. Eine Story um Voyeuristen und Exhibitionisten. Der Plot beginnt nahezu klassisch, aber ich denke, ich habe die Geschichte in eine ganz eigene Richtung gedreht. Aber lest selbst.

Darum geht es:

Ein erstes Date zwischen Ben und Nina führt sie ins Nordelsass. Doch auf der Rückfahrt vom Restaurant macht der Wagen Probleme und verreckt mitten im Wald, fernab der Zivilisation. Zum Glück entdecken sie zwischen den Bäumen Lichter und kommen so zu einem alten Jagdschloss.
Ben spricht kein Französisch, aber Nina erhält die Möglichkeit, sich ein wenig frisch zu machen, bevor sie wieder gehen. Sie verschwindet. Irgendwann macht sich Ben auf die Suche nach ihr. Und muss feststellen, dass sie in einer Art Privatclub geraten sind. Sämtliche Zimmer sind mit venezianischen Spiegeln ausgestattet, die er von den Gängen aus einsehen kann, die Salons ebenso wie die Badezimmer. Er sieht, wie Frauen gezüchtigt werden und alte Herren in intimes Liebesspiel mit jungen Damen vertieft sind.
Schließlich findet er auch Nina wieder. Er beobachtet sie beim Duschen und später bei einer intimen Massage, die sie zum Höhepunkt bringt. Doch es dauert, bis er durch das Wirrwarr an Gängen zu ihr findet. Sie dürfen über Nacht bleiben. Aber natürlich hängen auch in ihrem Zimmer an allen Wänden Spiegel.

Leseprobe:

Kurz vor Mitternacht fing der Motor des Renault an zu stottern, setzte aus und ließ sich nicht mehr starten. Sie waren mit Ninas Auto unterwegs und hatten sich hoffnungslos verirrt. Natürlich gab es in ihrem Auto kein Navigationsgerät. Es besaß ja nicht einmal ein funktionierendes Radio.
Nina drehte den Zündschlüssel und versuchte, den Wagen wieder in Gang zu bringen. Ohne Erfolg. Ben, der neben ihr saß, achtete kaum auf das, was sie tat. Selbst mit leicht zusammengekniffenen Augen und einem harten Zug um ihren Mundwinkel fand er sie wunderschön. Das gebräunte Gesicht ließ ihre blonden Haare noch heller wirken. Auch faszinierte ihn ihre kleine Stupsnase.
Die Straße, auf der sie festsaßen, was schmal und hatte nicht einmal einen Mittelstreifen. Sie befanden sich im Pfälzerwald. Im französischen Teil, irgendwo im Nordelsass. Ben erinnerte sich nicht, wann sie das letzte Mal eine Ortschaft durchfahren hatten.
Auch war wenig hilfreich, dass er kein Französisch sprach.
In dem grenznahen Restaurant, in dem sie zu Abend gegessen hatten, war das kein Problem gewesen. Die Speisekarte war zweisprachig und auch der Kellner, der sie bediente, konnte Deutsch.
Nach dem Essen standen sie eine Weile unschlüssig vor dem Lokal. Ben hatte keine Lust, schon nach Hause zurückzufahren, zögerte jedoch, dies Nina zu gestehen. Es war ihr erstes Date und er war noch unsicher bezüglich ihrer Gefühle für ihn.
„Ist eigentlich noch zu früh, um gleich wieder umzukehren“, ergriff Nina glücklicherweise die Initiative. „Wenn du willst, fahren wir noch ein bisschen am Fluss entlang und schauen, ob wir eine ein gemütliches Plätzchen am Wasser finden. Ich habe im Kofferraum einen Indiacaball. Wir könnten den Sommerabend mit einer Runde Indiaca beenden.“
Er hätte den Teufel getan, die Chance, mehr Zeit mit ihr zu verbringen, auszuschlagen.
Zumal er schon früh am Abend festgestellt hatte, dass sie keinen BH trug. Die Vorstellung, mit ihr ein wenig Sport zu treiben und zu erleben, wie ihre Brüste in der weißen Stretchbluse in ständiger Bewegung blieben, erregte ihn. Die Tatsache, dass die obersten Knöpfe der Bluse offen standen, fachten seine Phantasie zusätzlich an. Vielleicht würde er an diesem Abend mehr von ihr zu sehen bekommen, als er sich von diesem ersten Date erhofft hatte.
Sie mussten allerdings eine ganze Weile suchen, bis sie an einer Flussbiegung eine frei zugängliche Wiese fanden. Nina stellte den Renault am Straßenrand ab. Aus dem Kofferraum holte sie ein paar Sneakers. Sie setzte sich seitlich auf den Fahrersitz, um ihre Pumps auszuziehen.
Ben war ausgestiegen und um den Wagen herumgekommen. Während sie sich vorbeugte, um die Schuhe zu wechseln, warf er einen flüchtigen Blick in ihre Bluse. Und ihm gefiel, was er dort sah. Ihre Brüste standen spitz ab, handtellergroß und sonnengebräunt. Himbeerrote Vorhöfe, nicht größer als eine Daumenspitze, thronten in ihrer Mitte.
Nina schaute ihn fragend an, lächelte dann aber. Wenn sie seinen neugierigen Blick bemerkt hatte, schien es sie nicht zu stören.
Sie hatte sich ihrer Pumps entledigt und griff nach den Sneakers. Kurz fragte sich Ben, wie sie mit den Schuhen überhaupt hatte Auto fahren können. Aber offensichtlich besaß sie Übung in solchen Dingen.
Auch ihre Füße gefielen ihm. Sie streckte ihren Spann, um in den Turnschuh hineinzugleiten. Glatt, leicht gebräunt, schlank, mit einem dezenten, naturfarbenen Nagellack an den Zehennägeln. Vielleicht würde er sie nach dem Spiel zu einer Fußmassage überreden können.
Kurzerhand streifte er auch seine Schuhe ab. Für den Restaurantbesuch hatte er seine schwarzen Businessschuhe angezogen, die ihm beim Sport nur hinderlich wären. Er entledigte sich der Socken und wackelte mit den Zehen. Das Gras unter seinen Füßen war noch warm von der Sommersonne.
Es dauerte eine Weile, bis er die Technik beim Indiaca raus hatte und die Ballwechsel länger wurden. Er hatte nicht gedacht, dass dies ein derart dynamisches Spiel sei. Anfangs achtete er noch mehr auf das, was sich unter Ninas Bluse abspielte. Leider waren ihre Brüste zu fest, um stark zu wippen. Aber ihm gefiel, wie sich das elastische Gewebe um ihre Rundungen presste, wenn sie einen Aufschlag machte oder mit dem Arm weit ausholte. Je länger sie sich den Indiacaball zudreschten, desto stärker konzentrierte er sich auf seine Technik. Und desto mehr Spaß machte es ihm.
Sie fingen an zu schwitzen. Das sah bei Nina besonders reizvoll aus, weil ihre gebräunte Haut einen goldenen Schimmer bekam. Und weil ihre Bluse begann, am Körper zu kleben und zunehmend durchsichtiger zu werden. Ihre Nippel, die er vorhin als leichte Erhebungen inmitten der Vorhöfe wahrgenommen hatte, zeichneten sich inzwischen deutlich unter dem elastischen Stoff ab. Ihre Höfe bildeten nette, unübersehbare Farbtupfer.
Nina schien das in keiner Weise peinlich zu sein. Sie gab sich ganz dem Spiel hin und lachte die meiste Zeit. Ben wertete das als gutes Zeichen. Prüde war sie jedenfalls nicht.
Allerdings änderte sich seine Beurteilung, als ein Spaziergänger mit seinem Hund den Weg am Fluss entlang kam. Als dieser grüßend die Hand hob, winkte Nina fröhlich zurück. Offensichtlich war es ihr kein bisschen unangenehm, auch vor Unbekannten derart offenherzig aufzutreten. Missgelaunt sah Ben, wie der Fremde Nina taxierte. Er spürte Eifersucht in sich hochkochen.
„Er gafft dich ganz schön an“, sagte er.
„Er ist doch nur freundlich“, entgegnete sie.
„Merkst du nicht, wie er deinen Busen anstarrt?“
„Tust du doch auch.“ Sie grinste. „Ihm gefällt, was er sieht. Ich nehme das als Kompliment.“
Irgendwie hatte er gehofft, Nina hätte sich für ihn so angezogen. Jetzt aber beschlich ihn das Gefühl, sie mochte es einfach, von Männern angesehen zu werden.
Sie brachen das Spiel kurz darauf ab und gingen zurück zum Auto. Zunächst schien Nina seine Enttäuschung nicht zu bemerken. Aber es wollte kein rechtes Gespräch mehr aufkommen.
Und dann, nachdem die Dunkelheit sich über das Waldgebiet gesenkt hatte, blieb der Wagen mitten im Nirgendwo liegen.
Genervt stieg Ben aus und machte sich auf den Weg in die Richtung, in die sie gefahren waren. Irgendwo musste diese Straße ja hinführen.
Das einzige Licht, das er zur Verfügung hatte, stammte vom Mond, der als Sichel am nachtblauen Himmel stand. Etwas flog an ihm vorbei. Als es sich in die Luft erhob, meinte er im fahlen Licht eine Fledermaus zu erkennen. Irgendwo in der Ferne klopfte sich ein Specht eine späte Mahlzeit aus dem Holz. Im Unterholz knackte es leise.
Er war nicht weit gekommen, als er hinter sich die Wagentür zuknallen hörte.
„Du willst mich doch nicht ernsthaft hier im Auto allein lassen?“, rief Nina.
Er zuckte mit den Schultern, rechnete aber nicht damit, dass sie dies sehen könne. Er hatte sein Verhalten für ritterlich gehalten und merkte nun, dass es besser gewesen wäre, sich mit ihr abzusprechen. Bei genauerer Betrachtung war sein Handeln sogar ausgesprochen dämlich. Denn selbst wenn er einen Einheimischen träfe, wie sollten sie sich verständigen?
„Kommst du mit?“, rief er zurück.
„Sicher, du Idiot!“
Sie kam im Mondlicht auf ihn zu und er fand sie schön. Ihr langes blondes Haar schien zu schimmern. Die weiße Bluse und die helle Hose hoben sich gegen den dunklen Hintergrund des Waldes ab.
Es war kühl geworden. Unweigerlich stellte er sich vor, wie ihre Nippel auf die hereinbrechende Nacht reagierten. Ninas Bluse klebte zwar nicht mehr am Körper, war aber auch noch nicht ganz getrocknet. Ihre Brüste zeichneten sich gut sichtbar unter dem dünnen Stoff ab.
Sie gingen schweigend nebeneinander her. Ben hätte sie gern in den Arm genommen. Zu ihrer Linken fiel der Wald ab. Aus dem Tal hörten sie jetzt das leise Plätschern eines Waldbachs. Rechts stieg er einen Hügel an. Dort sahen sie schließlich Licht zwischen den Bäumen hindurchschimmern. Wenig später entdeckten sie eine Zufahrtsstraße und folgten ihr.
Sie befanden sich unterhalb einer Anhöhe, auf der ein altes Jagdschloss stand. Die Fenster des Schlosses waren trotz der Uhrzeit noch hell erleuchtet. So machte Ben sich gewisse Hoffnungen, dort Hilfe zu bekommen. Zumindest würde es ein Festnetztelefon geben.

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