Archiv der Kategorie: Unsere Bücher

In diesem Bereich halten wir euch über unsere Neuerscheinungen auf dem Laufenden.

Manther.de – eine Zwischenbilanz

Seit nunmehr zwei Jahren schreiben und veröffentlichen Sandra und ich erotische Texte. Wir haben in dieser Zeit ein wenig herumexperimentiert, um zu sehen, was uns besonders liegt. Dabei sind uns zwei Dinge aufgegangen:

  1. Wir mögen beide explizite Beschreibungen. Anders als heute auf dem deutschen Markt üblich, drücken wir uns nicht um die Beschreibung unserer Protagonisten herum, sondern zeigen den Lesern, wen sie vor sich haben. In diesem Punkt sind die amerikanischen Autoren viel freizugügiger – was leider in den deutschen Übersetzungen oft nur ansatzweise deutlich wird. (Wer mehr darüber erfahren will, wie die meisten deutschen Verlage mit expliziten Sexszenen umgehen, sei auf das Interview verwiesen, dass Vanessa Lamatsch, die Übersetzerin der Bücher von J. Lynn, dem Piper-Verlag gab.)
  2. Wir haben beide ein Faible für das Nischengenre ENF (Embarrassed nude female).  Deswegen werden wir uns in Zukunft vor allem darauf konzentrieren, die Themenbereiche Scham und Peinlichkeit in Zusammenhang mit der eigenen Körperlichkeit zu inszenieren. Wer mehr über den Hintergrund dieses Genres erfahren möchte: Ich habe darüber an anderer Stelle hier im Blog ausführlich berichtet.

Neben dem Schreiben von Büchern führen wir diesen Blog, in dem wir über alles nachdenken, was uns in unseren Schreibprozessen bewegt. Ihr findet in den entsprechenden Kategorien viel über die fünf Sinne (Sinnliche Literatur), die Emotionen und natürlich über die Beschreibung des menschlichen Körpers jenseits der genretypischen Klischees.

Sandra liest viel und hat einen ganz guten Einblick in den New Adult-Markt. Einmal im Jahr macht sie eine Übersicht über die Bücher, die ihr dabei besonders aufgefallen sind:

Hin und wieder rezensiert sie hier im Blog auch eines der gelesenen Bücher etwas ausführlicher.

Ihre Beschäftigung mit dem Thema und unser regelmäßiger Austausch darüber führen dazu, dass wir nun beide an je einer Reihe im New Adult arbeiten. Wir werden uns in Zukunft vor allem auf diese Altersgruppe der 18 bis 25jährigen konzentrieren, weil sie in einer sehr spannenden Umbruchphase stecken: Die Schule ist zu Ende. Ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Egal, ob Studium, Beruf oder Familie: Die jungen Protagonistinnen müssen ihren Weg finden. Und da spielt auch der eigene Körper und der Umgang mit dem anderen Geschlecht eine wichtige Rolle.

So nehme ich in meiner Reihe „Erotic Actress Talent Search“ die Mechanismen auseinander, in der Casting Shows immer stärker auf Erotik und auf die Beschämung ihrer Teilnehmer setzen. Mir ist aufgefallen, dass viele junge Leute heute ihre ganze Hoffnung in solche Shows setzen – auch wenn sie wissen, wie hart die Anforderungen sind und wie persönlich die Kritik.

Und auch Sandra hat eine neue Reihe in Planung, Arbeitstitel: „Die Sorority vom Jungfrauenthal“. Darin geht es um junge Studentinnen in Hamburg, die sich in einer exklusiven griechischen Verbindung zusammengetan haben. Sandra interessiert sich für  Gruppenprozesse – auch für das immer stärker in Verruf gekommene „Hazing“ von neuen Anwärtern, also die Prüfungen, mit denen die älteren Sorority-Schwestern die Rushees belegen, um deren Willensstärke auszutesten.

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Marc Manther: Isabells Casting

Cover: Isabells Casting von Marc MantherDiesmal hat es ein wenig länger gedauert, bis eine neue Geschichte von mir erschien. Der Grund: Ich saß an der Konzeption meiner ersten Buchreihe. Dafür habe ich mich intensiv mit dem Genre ENF (Embarrassed nude female) auseinander gesetzt. Wer diesen Blog regelmäßig liest, kennt ja die ersten Ergebnisse meiner Überlegungen zum Genre. Ich finde, das Thema findet nirgendwo im Alltag besser seinen Platz als in den unzähligen Casting Shows, die derzeit im TV laufen.

Deswegen habe ich die Casting Show „Erotic Actress Talent Search (EATS)“ zum Ausgangspunkt genommen, mir die Mechanismen der Fernsehmacher einmal genauer anzusehen. Wie gehen sie mit den Träumen der jungen Frauen um, die ihren ganzen Hoffnungen darauf setzen, einmal Schauspielerinnen zu werden? Mit welchen Tricks laden sie die Staffel emotional auf? Und weil erfahrungsgemäß die Sexualität im Leben junger Erwachsener eine besonders große Rolle spielt, habe ich eben die Suche nach Schauspielerinnen zwischen 18 und 25 zum Thema gemacht, die – medial unterstützt – an ihrer erotischen Ausstrahlung arbeiten wollen.

Darum geht es im ersten Band der Reihe:

Isabells Traum ist es, Schauspielerin zu werden. Sie weiß, dass es leichter für sie ist, wenn sie eine gewisse erotische Ausstrahlung hat. Deswegen sieht sie in der Werbeanzeige für die neue Fernsehshow Erotic Actress Talent Search (EATS) ihre Chance. Sie bewirbt sich für das Casting und wird zum Vorsprechen eingeladen.

Aber schnell begreift sie die Mechanismen der Show. Die Fernsehmacher wollen Emotionen hervorlocken. Dazu ist ihnen jedes Mittel recht. Isabell wird mit intimen Fragen provoziert und dazu gebracht, vollständig über ihre eigenen Schamgrenzen zu gehen.

EATS ist eben nicht nur eine Casting Show, sondern setzt ganz darauf, ihrer Teilnehmer in peinliche Situationen zu bringen, um sie dann im Coaching-Prozess wieder aufzubauen.

Leseprobe:

Ich stehe im Scheinwerferlicht auf der Bühne. Allein, bis auf den Kameramann mit der Steadicam, der jede meiner Bewegungen festhält. Eine zweite, feste Kamera steht unten im Mittelgang. Auch sie blinkt rot, als Zeichen, dass sie aufnimmt.
Unter mir spüre ich den rauen, kalten Holzboden. Ich habe mich dafür entschieden, bei diesem Casting auf Schuhe und Strümpfe zu verzichten. Barfuß in Jeans. Ich hoffe, das wirkt sexy. Von meinem Leinenhemd stehen die obersten drei Knöpfe offen. Ich trage es über der Hose, weil es lässiger aussieht. Dazu eine dunkelbraune Weste, Typ Bohemien. Sie suchen Typen, das weiß ich, weil ich selber gerne Casting Shows sehe. Je besser die Teilnehmer in eine Schublade passen, desto größer werden ihre Erfolgsaussichten.
In einer Reihe des Theaters sitzen vier Juroren. Eine kleine Stehlampe sorgt dafür, dass sie ihre Unterlagen lesen können. Sonst ist es dunkel im Zuschauerraum.
Damian Petridis, ein griechischer Regisseur, der schon seit Jahren in Deutschland lebt und arbeitet. Er hat im letzten Herbst einen Überraschungshit gelandet und wird jetzt als die Hoffnung des deutschen Films gehandelt. Es heißt, er suche eine Hauptrolle für seinen neuen Streifen. Er ist der Kopf des Teams. Strahlt eine nahezu arrogante Gelassenheit aus. Weit zurückgelehnt, die Arme verschränkt, taxiert er meinen Körper. Ich fühle, wie seine Blicke mich ausziehen.
Daneben sitzt Jeanette Rasmussen. Sie hat ihre ersten Schauspielerfahrungen in einer Soap gemacht, spielt inzwischen aber mehr und mehr in Kinofilmen. Ich mag die Art, wie sie ihre Figuren anleget: immer ein bisschen schüchtern, immer ein wenig rebellisch. Umso mehr überrascht mich jedes Mal, wenn sie auf der Leinwand plötzlich nackt dasteht. Das macht ihren Erfolg aus. Sie bekommt vor allem solche Rollen, in denen viel Haut zu sehen ist. Wahrscheinlich sitzt sie deswegen in der Jury. Sie lächelt mir vertrauensvoll zu, nickt, wenn ich etwas sage.
Allegra Ricci arbeitet als Model. Ich weiß nicht genau, warum sie hier sitzt. Sie gefällt sich offensichtlich. Blond, braungebrannt, Schultern zurückgezogen, Brust nach vorn. Perfekt geschminkt, wenn auch dezent. Sie verzieht keine Miene, während ich rede. Auch sie taxiert mich, aber anders als Petridis. Ich fühle, dass sie jede meiner Bewegungen bewertet: Die Art, wie ich stehe. Wie ich meine Arme halte. Wie ich den Kopf leicht zur Seite neige.
Und dann ist da noch Shervin Datis. Schmales Gesicht. Dreitagebart. Er wird der Schauspielcoach der Staffel. Er wirkt interessiert. Als hoffe er, in mir etwas Besonders zu entdecken. Seine Arme hat er auf der Stuhllehne vor sich abgelegt. Sein Blick ist freundlich, aber intensiv. Ich spüre, dass ich Lust habe, mit ihm zu arbeiten. Dass ich ihm vertraue.
„Isabell, wie oft triffst du dich mit einem Typen, bevor du mit ihm ins Bett gehst?“, fragt Patridis.
Ich zucke zusammen. Sie wollen mich schockieren. Meine Reaktionen auf solch intime Fragen austesten. Ich merke, wie mein Magen sich zusammenzieht. Jetzt bloß nicht rot werden. Gerade stehen. Lächeln.
„Das ist unterschiedlich“, sage ich. „Für mich gibt es keinen festen Plan. Nicht zu schnell, normalerweise. Sonst glauben sie, ich sei leicht zu haben.“
„Aber du weißt deinen Körper einzusetzen, oder?“, fragt Allegra.
Ich lächele verlegen.
„Wie meinen Sie das?“
„Durch deine Kleidung gibst du ihnen eine Ahnung von dem, was sie verpassen, wenn sie sich nicht bei dir melden.“
„Sie meinen die offenen Knöpfe?“
„Ja, zum Beispiel. Du trägst ein Hemd, das über der Brust leicht spannt. Die Hose hebt den Po hervor und betont deine langen Beine. Du weißt, dass du gut aussiehst, und zeigst das auch. Aber das ist nicht schlecht. Models brauchen Selbstbewusstsein. Sie dürfen es nur nicht zu offen zeigen, sonst wirken sie arrogant.“
Ich nicke. Fühle mich durchschaut.
„Zeig mir deinen Venusberg“, richtet Petridis sich an mich.
Mein Herz pocht wild und meine Hände werden feucht. OK, natürlich weiß ich, dass ich als Schauspielerin auch Nacktszenen drehen muss. Das ist heute ja normal. Aber hier beim Casting? Vor laufenden Kameras? Ich hatte damit gerechnet, gleich noch im Bikini auf die Bühne zu müssen. Damit sie meinen Körper begutachten können. Aber meine Intimzone zu zeigen ist etwas anderes.
„Was?“, frage ich ziemlich einfältig.
„Ich würde gern einen Blick auf deinen Venushügel werfen“, wiederholt Petridis mit gelassener Selbstverständlichkeit. „Oder ist dir das peinlich?“
„Ich soll mich ausziehen?“
„Ich will nur deine Scham sehen.“
„Oder meine Schamgrenze austesten“, denke ich. Ich hole tief Luft und versuche, mir nicht anmerken zu lassen, wie meine Hände zittern.

Ende der Leseprobe

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Erotic Actress Talent Search (EATS)

Gesucht:  Junge Frauen zwischen 18 und 25 Jahren, die sich während eines vom Fernsehen begleiteten Coachings zur erotischen Schauspielerin (Erotic Actress) weiterentwickeln wollen.

Neben einer vierköpfigen Jury haben auch die Zuschauer  die Möglichkeit, durch ihr Voting den Entscheidungsprozess maßgeblich mitzubestimmen. Der Siegerin winkt neben der Hauptrolle im neuen Film von Regie-Shootingstar Damian Petridis ein Geldpreis von 250.000 Euro.

Im Vorfeld über das Projekt informiert wurden diverse Schauspielschulen aus Deutschland, Österreich und Schweiz, um geeignete Kandidatinnen zu nominieren. Eine intensive Werbekampagne in diversen Zeitschriften für junge Leute rief dazu auf, ein Bewerbungsvideo einzusenden.

Neben der wöchentlichen Ausstrahlung im FreeTV wird es eine eigene Internetplattform geben, auf der alle Informationen über die Teilnehmerinnen jederzeit abrufbar sind. Nach Abschluss des Castingprozesses wird ein 24-Stunden-Livestream online geschaltet, der gegen Gebühr vollständigen Einblick in die Lebenswelt und das Training der ausgewählten Teilnehmerinnen gewährt.

In wöchentlichen Liveshows besteht die Möglichkeit, die Teilnehmerinnen persönlich kennenzulernen. Außerdem können talentierte junge Frauen dort von der Jury nachnominiert werden.

Die Jury besteht aus:

  • Damian Petridis, Regisseur
  • Jeanette Rasmussen, Schauspielerin
  • Allegra Ricci, Model
  • Shervin Datis, Schauspieltrainer

Soweit das Projekt. Die schlechte Nachricht: EATS ist reine Fiktion, noch. Zum Leben erwacht es in einer Buchreihe, deren erster Band Anfang nächster Woche erscheint. Wer will, kann derzeit auf Facebook über das Cover abstimmen.

In Zeiten, in denen aus Competitive Reality Shows zunehmend Humiliation Shows werden, ist der Schritt zu EATS naheliegend. Junge Frauen kämpfen für ihren Weg ins Business und hoffen, die Casting-Show als Sprungbrett für die eigene Kariere nutzen zu können. Haben nicht viele Schauspielerinnen Nacktauftritte als Karriereboost benutzt? Wo wäre Sharon Stone ohne ‚Basic Instinct‘? Wo Penélope Cruz  ohne ihre Nacktrollen in der Série rose und später in ‚Jamón Jamón‘? Kim Basinger ohne ‚9 ½ Wochen‘?

Für eine Schauspielerin ist Aufmerksamkeit alles – und EATS bietet eine Plattform mit der Möglichkeit, sich über vier Monate coachen und weiterentwickeln zu lassen. Wie weit sind die einzelnen Teilnehmerinnen bereit zu gehen, um in der Show weiterzukommen? Sind sie bereit, ihre Schamgrenze Stück für Stück zu verschieben?


Ihr wollt miterleben, wie es den Teilnehmerinnen bei EATS ergeht? Soeben ist der erste Band der Reihe erschienen: Marc Manther: Isabells Casting

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Promoaktion für Sandra Manthers „Videoüberwacht“

Wider Erwarten läuft die neueste Marion-F.-Episode „Videoüberwacht“ nicht besonders gut.  Auch das Basteln am Klappentext und das alternative Cover haben daran nicht viel geändert. Dabei finde ich nach wie vor, das die Geschichte viel Potential hat und auch handwerklich gut gelungen ist.

Dafür spricht auch, dass es an einem einzelnen Tag eine auffällige Häufung von Downloads oberhalb des statistischen Mittels gab. So was passiert meist dann, wenn in irgendeinem Forum ein Titel besprochen oder weiterempfohlen wird.

Ein weiteres Indiz ist, dass „Videoüberwacht“ die erste unserer Geschichten überhaupt ist, die eine Amazon-Rezension bekommen hat. Noch dazu eine mit 5 Sternen. Irgendetwas muss ich richtig gemacht haben.

Deswegen habe ich beschlossen, den Titel von heute, Mittwoch, dem 1. März bis einschließlich Sonntag, 5. März, in einer amazon-Promo-Aktion kostenlos anzubieten.  In dieser Zeit könnt ihr ihn von der Seite http://amzn.to/2mnj7rB gratis herunterladen. Entweder um Marion überhaupt erst einmal kennenzulernen oder um euch an diesen Text heranzuwagen.

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Neues Design für „Videoüberwacht“

Alternatives Cover zu "Videoueberwacht"Richtig glücklich waren Marc und ich nicht mit dem letzten Cover der „Marion F.“-Serie. Wir hatten nach einem Symbolbild gesucht, das unser Unwohlsein im Blick auf die Videoüberwachung zum Ausdruck bringt.

Leider war die Auswahl verfügbarer Bilder ziemlich begrenzt. Doch je länger wir mit dem alten Titelbild von „Videoüberwacht“ lebten, desto weniger gefiel es uns. Es war weder erotisch, noch machte es neugierig.

Warum also nicht gleich ein reines Symbolbild, wie es in der erotischen Literatur der letzten Jahre ja immer häufiger benutzt wird. Sind Schlipse, Ringe und Blumenkelche nicht letztlich auch wenig aussagekräftig in Blick auf das Genre?

Mit der Micro-Kameralinse, die jetzt unser Titelbild zielt, starten wir einen Versuch in diese Richtung. Damit kommen wir auch denjenigen von euch entgegen, die ohnehin fanden, unsere bisherigen Cover hätten zu sehr nach 70er-Jahre-Porno ausgesehen. Und tatsächlich wirkt die Schrift, die schon vom ersten Marion F.-Band an golden war, auf schwarzem Hintergrund viel nobler als bisher.

Was haltet ihr vom neuen Cover? Hier noch mal das alte Bild zum Vergleich:

Cover: Videoueberwacht von Sandra Manther

Liebe Grüße, eure Sandra

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Sandra Manther: Videoüberwacht

Alternatives Cover zu "Videoueberwacht"Wie angekündigt: Seit gestern ist mein neuer Marion F.-Band erhältlich. „Videoüberwacht“ heißt er und spielt zu großen Teilen in Monikas Spielzimmer, auf dem eisernen Kingsize-Bett mit der Vakuummatratze.
Sarah war ja bereits bei ihrer ersten Session in „Monikas Keller“ neugierig auf die Funktion dieser Matratze geworden. Nun ruft sie Oliver an und verabredet sich mit ihm im Keller.
Auch diese Episode funktioniert als Standalone, kann also auch ohne vorherige Lektüre der anderen Bände gelesen werden. Und wieder überschreitet sie mit 45 Manuskript-Seiten und über 10.000 Wörtern deutlich die Länge einer Kurzgeschichte.
Darum geht es:

Monika hat im SM-Studio im Keller ihres Hauses eine Reihe von Micro-Kameras installiert. Denn mittlerweile hat sich die Existenz ihres Spielzimmers herumgesprochen und wird gern auch von anderen genutzt. Da ist es gut, ein wenig den Überblick zu bewahren.

Marion wird von ihren Freundinnen überredet, ihren Trainer Marcel dorthin einzuladen. Aber ist Marcel überhaupt offen für Spiele dieser Art? Die beiden experimentieren ein wenig mit der Kingsize-Vakuummatratze. Während Marcel  bewegungsunfähig fixiert ist, führt Marion ihn an seine Grenzen. Vielleicht auch ein wenig darüber hinaus.

Leseprobe:

Der Duft des frisch zubereiteten Milchkaffees, sonst ein verlässlicher Stimmungsaufheller, konnte mich heute kaum trösten. Ich saß an der Küchentheke und stierte ins Leere, die Kaffeeschale zwischen den Händen. Marcel ging mir nicht aus dem Kopf.
Als Jana nach dem Fotoshooting ihr Geld kassierte und verschwand, war ich geblieben. Marcel wollte, dass ich mich nicht wieder anziehe, sondern nackt bliebe, wie ich für die Aufnahmen gewesen war. Natürlich dachte ich, er würde mit mir schlafen. Oder zumindest Interesse signalisieren. Aber er, mein Sensei, Meister des Jiu Jitsu, war cool in seiner Rolle aufgegangen. Er trug den Keigogi, den weißen Kampfsportanzug und übte mit mir für meine bevorstehende Gurtprüfung. Immerhin, ich hatte ihn darum gebeten.
Er berührte mich nie anders, als er es für die Würfe, an denen wir arbeiteten, brauchte. Statt der üblichen Kragengriffe nutzte er Schultern, Nacken und Hals, um Angriffe zu simulieren. Aber seine Berührungen waren zielstrebig und frei von erotischen Schwingungen.
Bilder vom vergangenen Abend wirbelten in meinem Kopf durcheinander. Der Soto Maki Komi, ein Hüftfeger. Marcel packte mich an den Schultern und ich musste mich von ihm wegdrehen, dabei seinen Arm an meiner Brust fixieren und ihn über die Hüfte ziehen, so dass er rücklings auf der Matte landete. Ich spürte, wie meine Nippel bei jeder Berührung hart wurden. Er aber schien es überhaupt nicht zu bemerken.
Schlimmer noch waren ein paar der Shime-waza, jene Würgetechniken, bei denen ich die Beine einsetzen muss. Wir übten ausgiebig den Kensui Jime, den Hasami Jime und vor allem den Yoko Sankaku Jime, alles Techniken, in denen Marcels Kopf früher oder später zwischen meinen nackten Schenkeln landete. Wie oft war sein Gesicht nur wenige Zentimeter von meinem Geschlecht entfernt?
Ich griff zum Telefon und rief meine beste Freundin Monika an. Erzählte ihr alles. Sie hörte geduldig zu, ließ den Schwall ungefilterter Emotionen, der aus mir herauskam, über sich ergehen und fing erst an, vorsichtig nachzufragen, als ich mich komplett ausgekotzt hatte.
„Wahrscheinlich ist es für ihn eine Hürde, mit einer seiner Schülerinnen zu schlafen“, sagte sie.
„Warum hat er mich dann überhaupt gebeten, zu bleiben?“ Ich zögerte, und fügte hinzu: „Ohne mir etwas überzuziehen.“
„Er wusste doch, wie wichtig dir diese Gurtprüfung ist. Vielleicht war es als Kompliment gemeint. Er findet dich schön. Ist doch verständlich.“
„Er hat nicht einmal einen Versuch gemacht.“
„Du hast gesagt, er macht häufiger solche Shootings?“
„Es ist ein Hobby von ihm.“
„Wenn er sonst nur mit bezahlten Fotomodellen arbeitet, ist es für ihn normal, dass er sie nicht anrührt. Er ist es gewohnt, Abstand zu halten. Auch wenn sein Gegenüber nackt ist und Posen einnimmt, die normalerweise als Einladung zu verstehen sind.“
„Aber ich bin doch kein Modell.“
„Gestern Abend warst du eins.“ Monika wechselte das Thema. „Apropos ‚Posen vor der Kamera‘. Weißt du, wer gerade hier ist?“
„Daniel?“
Ich traute ihrem Ex-Mann so einiges zu. Er hatte noch immer einen Schlüssel für ihr Haus und war in der Vergangenheit schon mehrfach unangekündigt aufgetaucht.
Monika lachte. „Nein, Sarah. Sie hat mich gefragt, ob sie heute Abend meinen Spielekeller nutzen darf.“
„Mit Tobias?“, fragte ich irritiert. Ihr Ehemann war in meinen Augen ein Spießer und ich konnte mir kaum vorstellen, dass Sarah ihn dazu gebracht hatte, mit ihr in Monikas mit Sexspielzeugen aller Art vollgestellten Keller zu gehen.
„Nein, mit Oliver, dem Typ, den wir im Schanzenviertel aufgerissen haben. Erinnerst du dich, wie sehr er von Sarah fasziniert war? Zu sich nach Hause wollte sie ihn nicht einladen. Verständlicherweise. Und da hat sie halt mich gefragt.“
„Sie ist mit Oliver zusammen in deinem Spielzimmer? Da würde ich ja gern Mäuschen spielen.“
„Kein Problem. Sarah hat mich gebeten, ein bisschen aufzupassen. Sie kennt Oliver ja kaum.“
Mir ging ein Licht auf.
„Posen vor der Kamera?“, fragte ich nach, weil ich ahnte, was Monika mit ihrer Überleitung gemeint hatte. „Sie lässt sich doch nicht etwa von dem Kerl fotografieren?“
„Viel besser. Ich habe im Keller ein paar Mikrokameras installiert. Ich dachte, es kann nichts schaden, für den Notfall ein Filmchen in der Hand zu haben. Nur für den Fall, dass ich jemanden mitbringe, der sich komisch verhält. Oder Besitzansprüche an mich erhebt. Dann könnte ich immer noch damit drohen, den Film unserer Begegnung zu veröffentlichen.“
„Du willst mir doch nicht sagen, du sitzt im Wohnzimmer und guckst Sarah beim Sex zu?“
„Die beiden probieren gerade meine Vakuummatratze aus. Sarah liegt splitterfasernackt und bewegungsunfähig auf dem Bett und lässt sich von ihm mit Kräuterquark einreiben.“
„Kräuterquark?“
„Aus meiner Küche. Er kam extra noch mal rauf, um zu fragen. Mein Honig war alle.“
„Schlagsahne wäre konventioneller.“
„Ja, aber er hatte keine Lust, erst welche zu schlagen. Er wollte schnell wieder runter.“
„Ob es sie stört, wenn ich vorbeikomme?“
„Die beiden sind mit sich selbst beschäftigt. Ich glaube nicht, dass es ihr was ausmacht.“

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Die neue Story ist (fast) fertig

Hallo, ihr Lieben

Cover: Videoueberwacht von Sandra MantherGerade eben habe ich den letzten Satz meiner neuen „Marion F.„-Geschichte getippt. Sie ist wieder recht lang geworden. Knapp 10.000 Wörter – das sind 44 Manuskirpt-Normseiten. Ich werde die kommende Woche nutzen und ihr den letzten Schliff geben, so dass sie Ende des Monats in den Verkauf gehen kann.

Wie immer funktioniert „Videoüberwacht“ , so der Titel, auch als Standalone, knüpft aber stärker als früher an andere Episoden an, vor allem an „Monikas Keller“ und „Das Jiu-Jitsu Fotoshooting“ . Sarah wird sich mit Oliver treffen, den sie ja zur Einweihung des Kellers kennengelernt hat. Sie hatten verabredet, gemeinsam die Vakuummatratze auszuprobieren, die bei Monika im Keller steht. Was die beiden nicht wissen: Inzwischen hat Monika in ihrem unterirdischen Spielzimmer diverse kleine Digitalkameras installiert.

Marion kommt zufällig dazu, als Monika über ihren Laptop die beiden beobachtet. Sie ist nach dem Fotoshooting mit Marcel ziemlich durcheinander und lädt ihn zu Monika ein. Der ist von der Idee, es vor laufender Kamera mit Marion zu treiben, wenig begeistert, lässt sich aber Marion zuliebe auf das Experiment ein. Allerdings entwickelt der Abend sich völlig anders, als die beiden es ursprünglich gedacht hatten.

Marc und ich haben über die Jahreswende viel diskutiert. Über die Entwicklung bei Amazon zum Beispiel. Durch die neue Vergütungspolitik im KDP-Programm ist der Verleih von Kurzgeschichten ziemlich witzlos geworden. Wir werden also nach und nach sämtliche erotischen Texte  aus der Amazon-Ausleihe entfernen. Nur die aktuelle Neuerscheinung wird noch für drei Monate im Rahmen des KDP-Abos ausleihbar sein.

Auch in einem anderen Punkt schwenken wir um. Angefangen hatten wir ja mit einer Reihe von kurzen Storys, die wenig länger als 3.000 Wörter waren. Wir haben aber gemerkt, dass unsere eigenen Lesegewohnheiten in eine ganz andere Richtung gehen. Die kurzen Erotik-Stories, die wir bei Amazon Kindle lesen, lassen uns ziemlich unbefriedigt, weil sie zu wenig ins Detail gehen und zu wenig Raum für die Entwicklung einer Geschichte bieten. Was wir mögen, sind die längeren Stories. Und von daher ist es nur folgerichtig, wenn wir selbst Abstand von den Kurztexten nehmen. Auch wenn das bedeutet, dass wir nicht mehr ganz so häufig veröffentlichen wie bisher.

Marc will jetzt ebenfalls eine erste eigene Reihe machen und ist schon wild am Schreiben. In seiner neuen Serie geht es ums Internet-TV, genauer gesagt um eine interaktive erotische Spielshow. Ich finde die Idee, die Medienszene aufs Korn zu nehmen und zu zeigen, wie sie Sex benutzt, um Zuschauerzahlen zu generieren, ganz spannend. Die Texte, die er mir bisher gezeigt hat, sprechen auf jeden Fall den Voyeur in mir an und enthalten viele Kinks, die mich anmachen.

So viel für heute. Euch alles Liebe,

Sandra
Sandra

Update 30.01.2017: Wahrscheinlich habt ihr es schon gesehen. Inzwischen ist die neue Story „Videoüberwacht“ bei Amazon erhältlich. Lest doch einfach hier auf der Website in die Story rein oder geht gleich zu amazon.de/Videoüberwacht-Das-erotische-Tagebuch-Marion-ebook/dp/B01NAYEO32/, um euch dort die Leseprobe herunterzuladen.

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Marc Manther: Die Konfirmandin

Cover: Die Konfirmandin von Marc MantherDer Kern dieser Geschichte stammt von einem Freund, mit dem wir oft abends zusammensitzen und über Literatur diskutieren. Da er selbst heute keine Erotika mehr schreibt, hat er uns die Story überlassen und ich habe sie überarbeitet und in ihre jetzige Form gebracht.

Sandra meint, sie passe zu mir. Weniger wegen der an Pädophilie grenzenden Erotik, als wegen des desolaten Blicks auf die Institution Ehe. Ohnehin ist meine Frau ja davon überzeugt, falls jemals ein August-Strindberg-Preis für erotische Literatur ausgelobt wird, würde ich es auf jeden Fall auf die Short-List schaffen.

Darum geht es:

Sie ist 15. Und sich ihrer Wirkung auf das andere Geschlecht durchaus bewusst. Wie alle Teenager probiert sie ihre Grenzen aus. Die begehrlichen Blicke anderer auf ihren jungen Körper nimmt sie als Bestätigung. Mit wenigen Worten pflanzt sie Bilder in den Kopf ihres Pastoren. Sie spielt mit ihm und rüttelt sein kleines, abgezirkeltes Leben gehörig durcheinander.

Leseprobe:

Pastor Bernd Obbes Augen schienen immer zu lächeln, und um diesen Eindruck zu vermitteln, hatte er viel Zeit vor dem Spiegel verbracht. Mit seinen erst 45 Jahren wollte er der Gemeinde als gütiger Vater gegenübertreten. Die Unsicherheit – in Glaubensfragen wie im menschlichen Miteinander – die ihn gelegentlich überfiel, verbarg er hinter einer zengleichen äußeren Ruhe, die sowohl Stimme als auch Bewegungen prägte.
Die Kirche, in der er seinen Dienst tat, stand in einem Problemviertel der Stadt. Hohe Arbeitslosigkeit, viele Sozialhilfeempfänger, Jugendliche ohne Perspektive. Von daher war er durchaus stolz auf die Gruppe Konfirmanden, die hier vor ihm saß. Er hatte sie zusammengeschweißt, hatte sie von der Straße heruntergeholt und ihnen mit mühevoller Hartnäckigkeit neues Selbstbewusstsein gegeben.
Gedanken spielten in der Bibel eine wesentliche Rolle. Sie entschieden über unser Leben, sie waren der Quell der Sünde, die uns von Gott trennte. Deswegen hatte er beschlossen, mit den Jugendlichen ein Experiment zu wagen.
„Schließt jetzt bitte einmal eure Augen und versucht, zwei Minuten lang nicht an rosa Elefanten zu denken!“
Pastor Bernd Obbe beobachtete die Konfirmanden, die nach einem kurzen, irritierten Zögern taten, was er von ihnen verlangte. Im gebrochenen Licht der Julinachmittagssonne saß die Gruppe ihm in dem kahlen Raum frontal gegenüber.
Sein Blick fiel auf Tine mit ihrem weiten, weißen T-Shirt. Unter dem leichten Stoff zeichnete sich ihr junger, straffer Körper ab. Kein BH, stellte er verlegen fest und wusste plötzlich nicht, wohin er schauen sollte. War das ein Nippelpiercing, das sie da trug? Das musste neu sein. Zumindest war es ihm noch nie an ihr aufgefallen.
In der Nacht zuvor hatte er eine bestürzende Entdeckung gemacht. Zum ersten Mal war ihm der zunehmende körperliche Verfall seiner Frau Maren schmerzlich bewusst geworden. Die Spuren, die die beiden Kinder an ihr hinterlassen hatten und die Falten der Weisheit in ihrem Gesicht, die er liebevoll zu betrachten suchte, machten sie zum unbarmherzigen Spiegel des eigenen Alterungsprozesses.
Aufgrund seines Glaubens hatte er in jungen Jahren nie wirklich Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht gesammelt. Heute, wo er in Bezug auf die sexuellen Verfehlungen seiner Gemeinde nachsichtiger war, deprimierte ihn das.
Unvermittelt merkte er, wie Tine ihn fröhlich anlächelte. Er hatte, in Gedanken versunken, erneut auf die sanften Hügel ihres Shirts gestarrt. Als ihm dies bewusst wurde, lief er rot an und blickte um sich. Die anderen Jugendlichen waren, die Lider noch geschlossen, mit dem Experiment beschäftigt. Zum Glück.
„Ihr könnt die Augen aufmachen“, sagte er verlegen. „Wahrscheinlich habt ihr nie zuvor an rosa Elefanten denken müssen. Trotzdem wird euch schwergefallen sein, sie in den letzten Minuten aus euren Gedanken zu vertreiben. Durch meine Vorgabe hat sich dies absurde Bild festgesetzt.“
Er sah Tine in die Augen. Sie schmunzelte, den Kopf schelmisch schräg gelegt. Wie sollte er ihren Gesichtsausdruck deuten? Genoss sie es, ihn ertappt zu haben? Ein solcher Fehler durfte ihm nicht noch einmal passieren.
Es kostete ihn einige Selbstbeherrschung, nicht erneut an ihrem Körper herunterzuschauen.
„Vor ein paar Jahren,“ hörte er sich seinen vorbereiteten Text abspulen, „kam ein Junge zu mir in die Seelsorge, für den Onanie zum echten Problem geworden war.“
Wie geplant, besaß er nun die ungeteilte Aufmerksamkeit der Gruppe.
„Der Junge betete, Gott möge ihn befreien. Doch jedes Mal, wenn er im Gebet an Masturbation dachte, war das Bedürfnis wieder präsent. Mit der Zeit war sein ganzes Denken nur noch davon erfüllt.“
Er machte eine kleine Kunstpause und ließ die Worte auf die Jugendlichen wirken. „Wahrscheinlich habt ihr es bei dem Experiment eben gemerkt: Die einzige Chance, euch vor den rosa Elefanten in Sicherheit zu bringen ist, intensiv an etwas völlig anderes zu denken. Vielleicht hilft diese Erfahrung bei euren privaten Problemen. So viel für heute.“
Ein hörbares Aufseufzen ging durch die Gruppe. Stühle scharrten, mit einem flüchtigen Gruß verabschiedeten sich die Jugendlichen von Bernd. Er sah aus dem großen Promenadenfenster in das Wäldchen vor dem Gemeindehaus, das kleine, dunkle Mischwäldchen, das sich jeder gartenarchitektonischen Nutzbarmachung konsequent widersetzte. Während er noch in Gedanken versunken nach draußen starrte, trat zögernd Tine auf ihn zu.
„Ich habe da auch ein Problem.“
Bernd nickte verunsichert. Ungewollt glitt sein Blick an ihrem Körper herunter, kurz, verschämt, ängstlich. Ihre azurblauen Augen sahen ihn unverwandt an.
„Sehen Sie … Das, was Sie vorhin darüber gesagt haben, sich selbst zu streicheln, das kenne ich. Schuldgefühle habe ich keine; ist besser, als zu früh mit einem Jungen zu schlafen. Es ist nur … ich denke dabei immerzu an denselben Mann. Er ist verheiratet und weiß nichts davon. Ich stelle mir vor, wie … na ja, Sie wissen schon.“
Bernd ahnte es zumindest und verzichtete darauf, näher nachzufragen.
„Bisher habe ich geglaubt, der Mann interessiere sich nicht für mich. Aber vorhin, da habe ich gemerkt, wie Sie mich ansehen, und, na ja, ich dachte mir jedenfalls, Sie sollten es wissen.“
„Was wissen?“, fragte er.
„Also, – dass Sie der Mann sind, an den ich dabei immer denke!“

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Promo-Aktion Oktober

Der Sommer hat sich verabschiedet und der Herbst klopft an. Was gibt es besseres, als sich jetzt mit Lesestoff einzudecken. Wir wollen den Oktober nutzen, um unsere erotischen Geschichten einem breiteren Lesepublikum vorzustellen. Deshalb haben wir den Preis für unsere Bücher drastisch gesenkt. Bis Ende Oktober kostet jedes unserer eBooks für den Amazon Kindle nur 0,99 € statt wie bisher 2,99 €.

Ab November gilt dann wieder unsere alte Preispolitik: Neuerscheinungen sind für 4 Wochen für 0,99 € zu haben und werden danach auf 2,99 € angehoben.

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Sandra Manther: Das Jiu-Jitsu Fotoshooting

Cover: Das Jiu-Jitsu FotoshootingJetzt habe ich schon eine ganze Zeit nichts Neues mehr auf den Markt geworfen. Nach der „Bühnenangst“ kam nur noch das Marion-Bundle und dann war eine ganze Zeit lang Funkstille.

Ich habe diese Zeit genutzt und viel gelesen, analysiert und ausprobiert. Als erstes fällt auf: Die neue Episode „Das Jiu-Jitsu Fotoshooting“ ist mit 45 Manuskript-Normseiten wesentlich länger als die früheren Bände. Mehr Platz fürs Kopfkino, für Figurenentwicklung und Sinneseindrücke.

Ganz nebenbei ist auch die Rückenansicht Marions vom Cover verschwunden. Das war anfangs ein netter Gag, wirkte aber immer auch ein wenig gestückelt. In Zukunft wird es aussagekräftigere Titelbilder geben. Dass es sich um eine Marion F.-Geschichte handelt, zeigt ja schon die rot-braune Banderole unter meinem Namen.

Worum geht es im neuen Band?

Marion will am kommenden Sonntag ihren Blaugurt in Jiu-Jitsu machen, wird beim letzten Training vor der Prüfung jedoch unsicher. Gern würde sie mit ihrem Trainer noch ein wenig üben. Doch der hat für den Abend ein Fotoshooting angesetzt, für das er extra ein Model gebucht hat.

Er schlägt Marion einen Deal vor: Wenn sie will, kann sie beim Shooting mitmachen. Im Gegenzug wird er mit ihr eine zusätzliche Übungsstunde einlegen. Ihre Freude legt sich, als sie erfährt, dass es um Aktaufnahmen geht.

Als wäre das nicht genug, muss sie feststellen, dass es sich bei dem Model um eine braungebrannte Zwanzigjährige handelt, die sich in Szene zu setzen weiß. Und die keine Berührungsängste kennt.

Leseprobe:

Ich stand unter der Dusche und seifte mich ein. Mit meinen Gedanken war ich noch beim Training. Wenn ich daran dachte, dass ich am Sonntag meinen zweiten Kyu machen wollte, war das Ergebnis der vergangenen zwei Stunden ziemlich desaströs.
Die Halle, in der wir ein bis zweimal in der Woche Jiu Jitsu trainierten, lag in einem Hinterhof in Ottensen. Das bedeutete unter anderem, dass der Ort viel zu alternativ war, um getrennte Duschräume für Männer und Frauen zu haben. Niemand in Ottensen will für spießig gehalten werden. Mal abgesehen davon, dass im ersten Stock der alten Fabriketage, in dem wir unser Trainingslager aufgeschlagen hatten, getrennte Duschen schon aus Platzgründen gar nicht möglich gewesen wären.
Die meisten Jungs waren inzwischen fertig und zogen sich schon an. Neben mir stand noch Lena unter dem Strahl, eine kleine kompakte Blondine, deren lange Haare sich immer mehr zu Dreadlocks entwickelten. Obwohl sie kaum älter als 18 Jahre alt war, hatte sie große, schwere Brüste, die mir beim Duschen zwangsläufig immer wieder auffielen. Auffällig an ihr waren auch ihre inneren Schamlippen, die deutlich größer waren als die äußeren und daher für jeden sichtbar aus der wulstigen Scham hervorquollen. Anfangs hatte mich dieser Anblick irritiert, doch mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt.
Bis eben hatte auch Samuel noch neben uns gestanden, einen halben Kopf größer als Lena, mit durchtrainiertem Körper. Als er ging, warf ich einen kurzen Blick auf seinen festen Po. Ich mochte die kleinen Grübchen in seinen Backen. Er machte noch nicht lange beim Training mit, kam aber so gut voran, dass er die ersten drei Gürtel in Rekordzeit erworben hatte. Obwohl ich schon deutlich länger dabei bin, gelang es ihm heute im freien Kampf mehrfach, mich zu Boden zu werfen.
Für mein Selbstbewusstsein war das gar nicht gut. Ich zweifelte ernsthaft, ob ich die Prüfung zum zweiten Kyu am Sonntag schaffen würde. Denn diese Prüfung wurde nicht von Marcel, unserem Sensei, abgenommen, sondern von einem mit ihm befreundeten Meister. Marcel wollte auf diese Art verhindern, dass wir die Prüfungen zu leicht nahmen.
Natürlich, ich wollte Marcel gefallen. Er ist ein drahtiger Schweizer mit einem angenehm muskulösen Körper. Kein Wunder, immerhin hat er bereits den sechsten Dan und trägt seinen Keigogi dementsprechend mit einem rotweißen Gürtel. Während ich mich gerade auf den blauen Obi vorbereitete und ihm gegenüber dementsprechend wie eine Anfängerin fühlte.
Überhaupt der Keigogi, unser weißer Kampfanzug. Ich musste mir noch Gedanken machen, wie ich die Uwagi, die Jacke, am Sonntag anziehen sollte. Beim Training hier in Ottensen hatte ich mir angewöhnt, ohne T-Shirt oder Sport-BH darunter herumzulaufen. Der Gi wird in der Taille geschnürt und durch den Gürtel gehalten. Männer tragen ihn traditionell auf der nackten Haut. Von daher fand ich es blödsinnig, es anders zu halten. Obwohl dies laut Etikette erlaubt wäre. Zwar kommt es gelegentlich vor, wenn mich ein Trainingspartner zu heftig am Kragen packt, dass sich die Jacke vorne bis zur Taille öffnet. Aber dank der Schnüre und des Gürtels hielt sich die sexuelle Erregung meiner Gegenüber dabei in überschaubaren Grenzen.
Ich habe es eigentlich nur einmal erlebt, dass ein junger Bursche durch übertrieben viele Kragengriffe seine Neugier befriedigte. Nachdem er versucht hatte, mich auf dem Fußboden zu fixieren und dazu halb auf mich kroch, bemerkte ich den nassen Fleck in seinem Schritt. Er kam nie wieder zum Training.
Aber dieses Problem würde ich am Sonntag bei der Prüfung kaum haben, überlegte ich mir.
Marcel kam zu uns in den Duschraum. Er sah mir lange in die Augen.
„Bist du sicher, dass du das am Sonntag durchziehen willst?“, fragte er sanft.
„Du klingst, als wäre das keine gute Idee.“
„Was deine Einstellung angeht, mache ich mir keine Sorgen. Du kommst regelmäßig zum Training, bist konzentriert dabei und erweist deinem Sensei …“ Er unterbrach sich, um schmunzelnd fortzufahren: „… die ihm gebührende Achtung.“
Ich spürte, dass ich rot anlief. Er kümmerte sich so wenig wie ich um Etikette und wenn er von sich in der dritten Person als Meister, als Sensei, redete, wirkte das ein wenig komisch. Es war offensichtlich, dass ich ein Auge auf ihn geworfen hatte. Aber bisher war es bei unverfänglichen Plänkeleien geblieben, die alles oder nichts bedeuten konnten. Was vielleicht am Altersunterschied lag. Er war vier bis fünf Jahre jünger als ich.
Er knotete seinen Obi auf und legte ihn beiseite. Als er seine Uwagi aufklappte, um die Schnüre zu lösen, sah ich seinen durchtrainierten Bauch. Und merkte, wie sich meine Rechte in meinen Schoß verirrte und diesen langsam massierte. Das konnte durchaus als offensiv ausgelegt werden. Daher zog ich die Hand schnell weg und entfernte stattdessen die Seife von meiner Wade.
„Aber?“, fragte ich.
„Du bist dir darüber klar, dass Joachim dich nach bestimmten Techniken fragen wird, oder?“
„Worauf willst du hinaus?“
„Ich will nicht, dass du erst lange überlegen musst, wenn er dich nach einem Harai-goshi oder Uchi-mata fragt. Die Würfe müssen sofort kommen. Wäre doch peinlich, wenn er dich nach einem Kyushojutsu fragt und du ihn mit einem Handkantenschlag zu beeindrucken versuchst, wie mich vorhin.“
Wieder schoss mir das Blut in den Kopf.
Marcel öffnete den Knoten an seinem Zubon und schob sich die Hose vom Po. Er faltete sie ordentlich zusammen, legte sie auf die Bank und kam zu uns Frauen unter die Dusche. Gern hätte ich mich an ihn gepresst und meine Hände über seinen nackten Körper gleiten lassen. Aber solange Lena dabei war, würde ich mir diese Blöße nicht geben.
„Ich glaube, die Grundtechniken habe ich drauf“, sagte ich „Die Fußangriffe machen mir noch ein bisschen Sorge.“
„Meinst du die Atemi oder die Ashi-waza?“, korrigierte Marcel.
„Vor allem den Yoko-geri.“
„Um den wirst du am Sonntag nicht herumkommen.“
„Wäre es OK für dich, wenn wir heute noch nicht Schluss machen, sondern zurück in die Halle gehen und üben?“
„Geht nicht. Ich habe noch einen Termin.“
„Kannst du den nicht verschieben?“
Marcel lachte und bückte sich nach seinem Shampoo.
„Du hast dann auch etwas bei mir gut“, sagte ich einschmeichelnd. „Ein Abendessen oder was du willst.“
„Klingt gut, aber es geht nicht.“
„Ein Geschäftstermin?“
Lena stellte ihre Dusche aus und legte mir zum Abschied eine Hand auf die Schulter. Die andere Hand landete auf Marcels Rücken.
Mir entging nicht, wie Marcel Lena musterte. Länger als nötig starrte er auf ihr dralles Hinterteil, als sie zu ihren Sachen ging. Sein Schwanz nahm dabei deutlich an Größe zu.
„Nein, ein Hobby von mir. Aber ich treffe mich mit jemanden, den ich extra für heute Abend bestellt habe.“
„Also ein Date?“
„Sozusagen.“
„Ein junges, weibliches Date?“
Er grinste. „Geht dich zwar nichts an, aber ja.“
„Ein Hobby, so so.“
„Klingt vielleicht strub, isch aber so.“
Das kannte ich schon von ihm. Immer, wenn er ins Schwiizertüütsch verfiel, war er verlegen oder nicht ganz bei der Sache. Er biss sich auf die Lippe und versuchte, seinen Rücken einzuseifen.
„Kann ich dir helfen“, bot ich ihm an und machte einen Schritt auf ihn zu.
„Nee, geht schon. Danke.“ Sein Blick wanderte über den gekachelten Fußboden. Ich fand seine Verlegenheit anziehend.
„Jemand, den du extra bestellt hast …“, wiederholte ich.
„Du lässt nicht locker, oder?“
Ich fuhr mit meiner Hand sein Rückgrat hinauf und verteilte die Seife an den Stellen, die er selbst nicht erreicht hatte. Er seufzte. Leise. Resigniert.
„Ich fotografiere, wenn ich die Zeit dafür finde“, sagte er schließlich.
Mein Hirn brauchte einen Moment, um die einzelnen Puzzlestücke zusammenzusetzen.
„Ein Model?“, fragte ich.
„Wir wollen heute in einer Halle im Oberhafenquartier ein paar Fotos machen.“
„Könnt ihr die nicht hier schießen? Unsere Trainingshalle hat doch den gleichen Fabrikcharme wie die Gebäude im Hafen.“
„Und was wäre damit gewonnen?“
„Ganz einfach: Du müsstest nicht weg. In der Zeit, die du mit Fahren beschäftigt wärst, könnten wir noch ein bisschen üben. Und wenn du willst, hast du heute statt einem Model gleich zwei. Du weißt doch, dass ich in der Agentur schon für diverse Kampagnen posiert habe.“
Er schüttelte den Kopf. „Du verstehst nicht.“
„Willst du was von der Frau?“
„Sie ist deutlich zu jung für mich.“
Lena räusperte sich. Ich hatte ganz vergessen, dass sie noch da war.
„Ich geh dann jetzt mal“, sagte sie und hob zum Abschied die Hand.
Wir winkten zurück und vertieften uns, sobald sie die Tür hinter sich geschlossen hatte, sofort wieder in unser Gespräch.
„Ich habe keine Absichten bei ihr“, sagte Marcel. „Das ist nicht das Problem. Aber wir machen Aktaufnahmen.“
„Oh.“ Ich merkte, wie es in meinem Magen zu kribbeln begann. Damit war mein Plan, mich als Model zur Verfügung zu stellen, gestorben.
Marcel hörte endlich auf, sich einzuseifen. Sein Blick wich meinem aus.
„Du stehst auf junge Mädchen?“, fragte ich.
„Nein.“ Er zögerte. „Ja. Zumindest unter ästhetischen Gesichtspunkten. Und um die geht es bei der Fotografie ja schließlich. Besonders beim Aktfoto.“
„Du wandelst also auf den Spuren von David Hamilton.“
„Teenager interessieren mich nicht. Sie haben noch kein Bewusstsein von sich und ihrem Körper. Sie sind zu unbeholfen für gute Bilder. Hamilton faszinierte genau diese Unbeholfenheit. Mich ermüdet sie nur.“
„Wie alt ist sie?“
„Neunzehn, glaube ich.“
„Machst du das schon lange?“
„Ein paar Jahre.“
„Mit unterschiedlichen Modellen?“
„Sicher. Ich suche mir für jede Session ein neues Model. Aktmodelle sind teuer, zumindest, wenn sie gut sind. Deswegen kann ich auch heute Abend nicht einfach canceln, verstehst du?“
„Und was ist mit meinem Vorschlag, sie hierher zu holen und die Halle als Location zu nutzen?“
Er zögerte. Eine Weile war nur das Prasseln des Wassers zu hören.
Ich stellte mich unter den Strahl und ließ mit geschlossenen Augen das heiße Wasser über Kopf und Körper laufen.
„Du würdest mitposieren?“, fragte er.
„Als ich den Vorschlag machte, wusste ich noch nicht, dass es um Nacktbilder geht.“
„Um Aktfotos.“
Er musterte mich. Obwohl es widersinnig war, kam ich mir mit einem Mal vollkommen nackt vor. Ich musste dem Impuls widerstehen, meine Brüste und meine Scham mit den Händen zu bedecken. Dabei hatte ich bis eben nie Probleme mit dem Duschen gehabt. Aber das hier war etwas anderes. Er taxierte mich. Er wollte wissen, ob mein Körper gut genug für künstlerische Bilder war. Und das schmeckte mir nicht.
„Was geschieht mit den Fotos?“
„Unterschiedlich. Einige gebe ich zum Verkauf frei. Die landen in verschiedenen Stockfoto-Sammlungen, wo sie von Kunden erworben werden können. Ein paar stelle ich auch ins Internet, zur Werbung. Auf meine Website, aber auch in die gängigen Social Media.“
„Das heißt, jeder könnte dann auf der Suche nach Nacktfotos auf Bilder von mir stoßen?“
„Im Prinzip ja. Wenn die Bilder gut sind, werden sie in einschlägigen Kreisen gern geteilt. Für mich sind das Backlinks, die meinen Bekanntheitsgrad erhöhen. Du musst natürlich damit rechnen, dass auch Leute sie zu sehen bekommen, die dich kennen. Das lässt sich nie ganz ausschließen.“
„Und wenn mir die Bilder nicht gefallen?“
„Wenn du dich auf eine Session einlässt, musst ich mich darauf verlassen können, dass ich die meisten der Bilder auch nutzen kann. Allerdings zeige ich sie den Models nach der Session, schon deswegen, weil die Stock-Agenturen für jedes Foto eine Modelfreigabe fordern. Wenn du sie dir ansiehst, können wir immer noch darüber reden, einzelne Bilder nicht zu veröffentlichen.“
„Klingt fair.“
Ich verließ den Duschbereich und setzte mich auf die Bank, um mich abzutrocknen. Marcel spülte sich die restliche Seife ab und kam zu mir.
„Vielleicht“, sagte er, „habe ich eine Idee, die uns beiden zugutekäme.“
„Ich bin gespannt.“
„Ich muss das allerdings vorher noch mit Jana klären. Wahrscheinlich ist sie schon auf dem Weg.“
„Klar. Was hast du vor?“
„Du willst dich auf Sonntag vorbereiten. Stimmt’s?“
„Lass den rhetorischen Müll. Was ist deine Idee?“
„Interaktion mit der Umgebung. Was hältst du von einem gemeinsamen Training mit Jana und dir. Mit Aufwärmphase und allem. Wir können gemeinsam die Prüfungsordnung durchgehen und die einzelnen Techniken nachstellen. Ich fotografiere euch dabei.“
Ich schöpfte Hoffnung, doch noch heil aus dem ganzen Schlamassel herauszukommen.
„Hast du denn noch einen passenden Keigogi für sie?“
„Schon vergessen? Es geht um Akt-Aufnahmen.“

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