Archiv der Kategorie: Körper

Gerade Anfänger benutzen in der erotischen Beschreibung von Körpern gern Qualifier. Die Protagonistin hat “einen tollen Körper”, “wunderschöne Brüste” etc. Dabei haben diese Qualifier null Informationswert und sind nicht in der Lage, lebhafte Bilder beim Lesen entstehen zu lassen. In dieser Kategorie wollen wir überlegen, wie es anders gehen kann.

Die Rolle der Beine in erotischen Begegnungen

Wenn wir über erotische Szenen nachdenken, landen viele von uns zuerst beim Oberkörper. Aber dramaturgisch sind Beine oft stärker. Sie bestimmen Haltung, Nähe und Balance. Sie entscheiden, wie eine Person sich bewegt, öffnet oder schützt. Der erste Schritt – Spannung aufbauen, bevor überhaupt etwas passiert Stellt euch eine kleine Bar vor, gedimmtes Licht, Jazz im … Die Rolle der Beine in erotischen Begegnungen weiterlesen

Reclaiming Eve: Warum “nackt” nicht automatisch “verfügbar” heißt

Wenn in unserer Kultur eine nackte Frau auftaucht, schiebt sich sofort eine alte Erzählung davor: Scham, Schuld, Versuchung, Sündenfall. Eva als Ursprung der “Gefahr”. Der weibliche Körper als Problem, das bedeckt, erklärt oder kontrolliert werden muss. Genau deshalb lohnt es sich, Eva zurückzuerobern. Nicht als religiöse Figur, sondern als literarisches Werkzeug. Denn Nacktheit ist nie … Reclaiming Eve: Warum “nackt” nicht automatisch “verfügbar” heißt weiterlesen

Der Bauchnabel als Zentrum des Begehrens

Der Bauchnabel ist klein, aber dramaturgisch riesig. Er sitzt genau dort, wo sich Ober- und Unterkörper treffen. Er ist weder “klassisch sexy” wie Brüste oder Penis, noch so eindeutig intim wie Vulva oder Anus. Und gerade deshalb funktioniert er in erotischer Literatur so gut: Er ist ein Scharnier. Wer den Bauchnabel berührt, ist bereits sehr … Der Bauchnabel als Zentrum des Begehrens weiterlesen

Blickmacht und Befreiung: Ein feministischer Blick auf unsere Beine

Auf den ersten Blick wirken Beine unkompliziert. Jeder Mensch hat zwei, sie sind sichtbar, sie bewegen uns durchs Leben. Und doch gehören weibliche Beine zu den am stärksten regulierten Körperzonen der modernen Kultur. Seit über hundert Jahren bestimmen Rocklängen, Rasiernormen, Strumpfregeln und Sitzerwartungen, wie Frauen sich bewegen dürfen und wie sie wahrgenommen werden. Das heißt: … Blickmacht und Befreiung: Ein feministischer Blick auf unsere Beine weiterlesen

Vom Bikini zum Crop Top: Der Bauchnabel als öffentliches Ereignis

Der Bikini als erste Zäsur: Ein Skandal am Strand, aber kein Wandel im Alltag Als der Bikini 1946 erstmals in Frankreich gezeigt wurde, war das Auftauchen des weiblichen Bauches in der Öffentlichkeit ein Schock. Die Idee, Haut zwischen Brust und Hüfte nicht nur zu zeigen, sondern bewusst zu präsentieren, widersprach den Kleidungsnormen der Nachkriegszeit. Und … Vom Bikini zum Crop Top: Der Bauchnabel als öffentliches Ereignis weiterlesen

Warum nackte Beine mehr erzählen als nackte Haut sonst

Nackte Beine gelten oft als etwas Alltägliches – schließlich sieht man sie im Sommer überall. Doch in erotischer Literatur besitzen Beine eine Erzählkraft, die andere Körperregionen selten erreichen. Ein nackter Arm ist eine reine Tatsachenbeschreibung, ein nackter Rücken wirkt ästhetisch, ein nackter Bauch vielleicht intim. Aber wenn Beine sichtbar werden, besonders in unerwarteten Momenten, erzählen … Warum nackte Beine mehr erzählen als nackte Haut sonst weiterlesen

Selbstbild und Fremdbild – Wie Menschen ihre eigene Attraktivität wahrnehmen

Niemand sieht sich, wie er wirklich ist. Jede Wahrnehmung des eigenen Körpers ist gefiltert – durch Erinnerungen, durch Kommentare, durch Vergleiche. In der erotischen Literatur ist das besonders spürbar: Figuren erleben ihren Körper nie neutral. Selbst wenn sie allein sind, tragen sie den Blick der anderen in sich. Eine Figur, die sich für schön hält, … Selbstbild und Fremdbild – Wie Menschen ihre eigene Attraktivität wahrnehmen weiterlesen

Der Körper als Erinnerungsort – Trauma und Erotik im Schreiben

Der Körper speichert Erinnerungen. Trauma hinterlässt Spuren darin. Erotik weckt diese oft auf. Im Schreiben wird das sichtbar. Autoren nutzen es für Tiefe. Der Körper wird zum Ort der Konfrontation. Lust trifft auf Schmerz. Vergangenes dringt in die Gegenwart. Solche Themen faszinieren Leser. Sie zeigen menschliche Verletzlichkeit. Trauma formt die Erotik. Sie wird komplex und … Der Körper als Erinnerungsort – Trauma und Erotik im Schreiben weiterlesen

Erotik als Selbstermächtigung – Schreiben gegen den internalisierten Blick

Wenn der fremde Blick in uns wohnt Wir wachsen mit Bildern auf, die uns sagen, wie ein Körper zu sein hat, um begehrenswert zu gelten.Diese Bilder blicken zurück, selbst wenn niemand da ist.Sie sitzen in Umkleidekabinen, in Selfiekameras, in unseren Gedanken.Das ist der internalisierte Blick – der Moment, in dem wir anfangen, uns selbst so … Erotik als Selbstermächtigung – Schreiben gegen den internalisierten Blick weiterlesen

Figging – Vom viktorianischen Strafritual zur BDSM-Nischenpraxis

Heute geht’s um ein Thema, das so alt ist wie die Lust selbst – und doch so unbekannt, dass es in deinen Texten für echte Überraschungen sorgen kann: Figging. Vielleicht hast du den Begriff schon mal geflüstert gehört, zwischen Seilen, Peitschen und dem leisen Klicken von Handschellen. Vielleicht ist er dir auch völlig neu. Egal … Figging – Vom viktorianischen Strafritual zur BDSM-Nischenpraxis weiterlesen