Alternatives Coverbild für 'Videoüberwacht' von Sandra Manther

Sandra Manther: Videoüberwacht

Alternatives Cover zu "Videoueberwacht"Wie angekündigt: Seit gestern ist mein neuer Marion F.-Band erhältlich. „Videoüberwacht“ heißt er und spielt zu großen Teilen in Monikas Spielzimmer, auf dem eisernen Kingsize-Bett mit der Vakuummatratze.
Sarah war ja bereits bei ihrer ersten Session in „Monikas Keller“ neugierig auf die Funktion dieser Matratze geworden. Nun ruft sie Oliver an und verabredet sich mit ihm im Keller.
Auch diese Episode funktioniert als Standalone, kann also auch ohne vorherige Lektüre der anderen Bände gelesen werden. Und wieder überschreitet sie mit 45 Manuskript-Seiten und über 10.000 Wörtern deutlich die Länge einer Kurzgeschichte.
Darum geht es:

Monika hat im SM-Studio im Keller ihres Hauses eine Reihe von Micro-Kameras installiert. Denn mittlerweile hat sich die Existenz ihres Spielzimmers herumgesprochen und wird gern auch von anderen genutzt. Da ist es gut, ein wenig den Überblick zu bewahren.

Marion wird von ihren Freundinnen überredet, ihren Trainer Marcel dorthin einzuladen. Aber ist Marcel überhaupt offen für Spiele dieser Art? Die beiden experimentieren ein wenig mit der Kingsize-Vakuummatratze. Während Marcel  bewegungsunfähig fixiert ist, führt Marion ihn an seine Grenzen. Vielleicht auch ein wenig darüber hinaus.

Leseprobe:

Der Duft des frisch zubereiteten Milchkaffees, sonst ein verlässlicher Stimmungsaufheller, konnte mich heute kaum trösten. Ich saß an der Küchentheke und stierte ins Leere, die Kaffeeschale zwischen den Händen. Marcel ging mir nicht aus dem Kopf.
Als Jana nach dem Fotoshooting ihr Geld kassierte und verschwand, war ich geblieben. Marcel wollte, dass ich mich nicht wieder anziehe, sondern nackt bliebe, wie ich für die Aufnahmen gewesen war. Natürlich dachte ich, er würde mit mir schlafen. Oder zumindest Interesse signalisieren. Aber er, mein Sensei, Meister des Jiu Jitsu, war cool in seiner Rolle aufgegangen. Er trug den Keigogi, den weißen Kampfsportanzug und übte mit mir für meine bevorstehende Gurtprüfung. Immerhin, ich hatte ihn darum gebeten.
Er berührte mich nie anders, als er es für die Würfe, an denen wir arbeiteten, brauchte. Statt der üblichen Kragengriffe nutzte er Schultern, Nacken und Hals, um Angriffe zu simulieren. Aber seine Berührungen waren zielstrebig und frei von erotischen Schwingungen.
Bilder vom vergangenen Abend wirbelten in meinem Kopf durcheinander. Der Soto Maki Komi, ein Hüftfeger. Marcel packte mich an den Schultern und ich musste mich von ihm wegdrehen, dabei seinen Arm an meiner Brust fixieren und ihn über die Hüfte ziehen, so dass er rücklings auf der Matte landete. Ich spürte, wie meine Nippel bei jeder Berührung hart wurden. Er aber schien es überhaupt nicht zu bemerken.
Schlimmer noch waren ein paar der Shime-waza, jene Würgetechniken, bei denen ich die Beine einsetzen muss. Wir übten ausgiebig den Kensui Jime, den Hasami Jime und vor allem den Yoko Sankaku Jime, alles Techniken, in denen Marcels Kopf früher oder später zwischen meinen nackten Schenkeln landete. Wie oft war sein Gesicht nur wenige Zentimeter von meinem Geschlecht entfernt?
Ich griff zum Telefon und rief meine beste Freundin Monika an. Erzählte ihr alles. Sie hörte geduldig zu, ließ den Schwall ungefilterter Emotionen, der aus mir herauskam, über sich ergehen und fing erst an, vorsichtig nachzufragen, als ich mich komplett ausgekotzt hatte.
„Wahrscheinlich ist es für ihn eine Hürde, mit einer seiner Schülerinnen zu schlafen“, sagte sie.
„Warum hat er mich dann überhaupt gebeten, zu bleiben?“ Ich zögerte, und fügte hinzu: „Ohne mir etwas überzuziehen.“
„Er wusste doch, wie wichtig dir diese Gurtprüfung ist. Vielleicht war es als Kompliment gemeint. Er findet dich schön. Ist doch verständlich.“
„Er hat nicht einmal einen Versuch gemacht.“
„Du hast gesagt, er macht häufiger solche Shootings?“
„Es ist ein Hobby von ihm.“
„Wenn er sonst nur mit bezahlten Fotomodellen arbeitet, ist es für ihn normal, dass er sie nicht anrührt. Er ist es gewohnt, Abstand zu halten. Auch wenn sein Gegenüber nackt ist und Posen einnimmt, die normalerweise als Einladung zu verstehen sind.“
„Aber ich bin doch kein Modell.“
„Gestern Abend warst du eins.“ Monika wechselte das Thema. „Apropos ‚Posen vor der Kamera‘. Weißt du, wer gerade hier ist?“
„Daniel?“
Ich traute ihrem Ex-Mann so einiges zu. Er hatte noch immer einen Schlüssel für ihr Haus und war in der Vergangenheit schon mehrfach unangekündigt aufgetaucht.
Monika lachte. „Nein, Sarah. Sie hat mich gefragt, ob sie heute Abend meinen Spielekeller nutzen darf.“
„Mit Tobias?“, fragte ich irritiert. Ihr Ehemann war in meinen Augen ein Spießer und ich konnte mir kaum vorstellen, dass Sarah ihn dazu gebracht hatte, mit ihr in Monikas mit Sexspielzeugen aller Art vollgestellten Keller zu gehen.
„Nein, mit Oliver, dem Typ, den wir im Schanzenviertel aufgerissen haben. Erinnerst du dich, wie sehr er von Sarah fasziniert war? Zu sich nach Hause wollte sie ihn nicht einladen. Verständlicherweise. Und da hat sie halt mich gefragt.“
„Sie ist mit Oliver zusammen in deinem Spielzimmer? Da würde ich ja gern Mäuschen spielen.“
„Kein Problem. Sarah hat mich gebeten, ein bisschen aufzupassen. Sie kennt Oliver ja kaum.“
Mir ging ein Licht auf.
„Posen vor der Kamera?“, fragte ich nach, weil ich ahnte, was Monika mit ihrer Überleitung gemeint hatte. „Sie lässt sich doch nicht etwa von dem Kerl fotografieren?“
„Viel besser. Ich habe im Keller ein paar Mikrokameras installiert. Ich dachte, es kann nichts schaden, für den Notfall ein Filmchen in der Hand zu haben. Nur für den Fall, dass ich jemanden mitbringe, der sich komisch verhält. Oder Besitzansprüche an mich erhebt. Dann könnte ich immer noch damit drohen, den Film unserer Begegnung zu veröffentlichen.“
„Du willst mir doch nicht sagen, du sitzt im Wohnzimmer und guckst Sarah beim Sex zu?“
„Die beiden probieren gerade meine Vakuummatratze aus. Sarah liegt splitterfasernackt und bewegungsunfähig auf dem Bett und lässt sich von ihm mit Kräuterquark einreiben.“
„Kräuterquark?“
„Aus meiner Küche. Er kam extra noch mal rauf, um zu fragen. Mein Honig war alle.“
„Schlagsahne wäre konventioneller.“
„Ja, aber er hatte keine Lust, erst welche zu schlagen. Er wollte schnell wieder runter.“
„Ob es sie stört, wenn ich vorbeikomme?“
„Die beiden sind mit sich selbst beschäftigt. Ich glaube nicht, dass es ihr was ausmacht.“

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